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lehen (v. Gesch. 629). Vielleicht geschah dies ebenfalls in Anerkennung derguten Dienste, welche beide dem Markgrafen im bayerischen Kriege geleistet hatten.
S. 629 und 632.
Der durch anhaltendes Körperleiden tief gebeugte Kurfürst Friedrich II.trat im April 1470 die Mark Brandenburg an seinen Bruder Alb rechtab (20. Dec. 1470 vom Kaiser bestätigt). Dieser zog schweren Herzens imOkt. 1471 aus seinem Frankenlande zum ersten Male als Kurfürst nach denMarken (kam 3. Nov. in Köln an der Sprew an), um dort die Huldigungeinzunehmen und mit Hülfe der ihn begleitenden Ritter den Herzog vonPommern zu bekämpfen. Auch abwesend war er besorgt, seine Macht inFranken zu stärken. Durch Herrn Sigmund von Schwarzenberg,Heinrich von Luchau und Lorenz von Ebcrstcin ließ er die Befestigungenzu Ansbach, Neustadt an der Atsch, Wunsiedel und an andernOrten verstärken. Bereits sechs Tage nach seiner Ankunft in Köln schrieber an seine Räthe in Ansbach: „Item daß man die Leut darzu halte, daßsie allenthalben an den Glossen und Städten bauen, dann die Weilman Fried hat, soll man zu der Festigkeit bauen. Und lasset den Amt-leuten an allen Enden, da es noth ist, schreiben, daß sie bei den Unfernernstlich daran sein, damit es gescheh w. Item daß der Bau zu Onolds-bach im Slos für sich geh, wie Wir verlassen haben, und daß die Burgerdaselbst auch nicht feiern, an der Stadt zu bauen." (vgl. Bnrkhardt, dasfünft Märkisch Buch des Kurfürsten Albrecht Achilles S. 3).
Schreiben des Kurfürsten Albrecht an die Räthe im Haus zu Onoldsbach<1. ä. Köln an der Sprew am Donnerstag nach dem h. Jahrstag(2. Januar) 1472.
Lieben Getreuen! Ewr. Schreiben Uns itzund gethan, haben Wir vernommen.Jorgen von Rosenberg's halben haben Wir vorgesetzt, auch mannigfältiglichausgeschrieben, in Unserm Abwesen kein Rauber, auch niemands, der offen FehdHab, in Unfern Glossen und Städten zu halten, sunder Rauberei uff des ernst-lichst zu wehren und ihm dorm niemands zulieb lassen sein. Dabei lassen Wires üoch bleiben und befehlen, das noch zu thund ernstlich. Wir haben es auchnit abgestellt und wollten Uns schämen, solchs abzustellen. Uns gefällt auch derHandel mit dem Kreuzer und Tuchscherer. Und Hütt ihr noch ernstlicher dormgehandelt, gefiel Uns noch baß. Ihr sollt nit glauben, daß Wir niemands keinÄnderung befehlen, Unsers Abschieds zu handeln, Wir schreiben euch dann eigent-lich, wie ihr das ändern sollt. Dann wollt ihr euch an die Wort kehren, eskäm alle Tag einer und spräch, Wir hätten ihm viel zugesagt.
Wohl haben Wir Herrn Sigmund en von Schwarzenberg, Heinrichenvon Luchau und Lorcnzen von Eberstein befohlen, der Bäue halben ernstlichmit euch zu reden, damit die allenthalben in Unfern Städten Furgang gewinnen,auch Herr Sigmund zur Neuenstadt Fleiß zu haben, daß es geschehe, wieihr es gehandelt habt :c.
Herrn Hansen von Seckendorf's halben wollten Wir wohl, daß er sichnit unterstund, aus dem Halsgericht ein Landgericht zu machen. DannWir besorgen, daß es weder Herrn oder Städte gern haben. So ist vor nit Ge-wohnheit gewest der Ritter und Knecht im Land zu Franken, daß sie nach