fundenen Truppen auf beiden Donau-Ufern bis Neuburg vorgedrungen war, Einhaltzuthun. Am 22, Aug 1462 wurde durch mehrere Reichsständc inNürnberg ein Waffen-stillstand vorgeschlagen, welcher bis zum 29, Sept, 1463 dauern und die Grundlage einesbis dahin abzuschließenden Friedens werden sollte. Die Friedensunterhandlungen kamenzu Prag in der Zeit vom 29, Juni bis 22, Aug, 1463 zum Abschlüsse, Die Gefangenenund gemachten Eroberungen mußte der Herzog ausliesern, Donauwörth blieb eineReichsstadt, dafür sollte aber das kaiserl, Landgericht zu Nürnberg keine Geltung fürbayerische Untcrthanen haben. Die Herrschaft der Hohcnzollern blieb nach wie vorin Franken erhalten,
Krieg in der Pfalz (14K2).
Kurfürst Friedrich, welcher wegen seiner Weigerung, die ihm vom Bischof Dietherverpfändete Bergstraße herauszugeben, im Febr, 1462 in den Bann gethan worden war,drang am 4, März bis Pforzheim und darauf bis in die Nähe von Stuttgart vor,was den Grafen Ulrich vcrautaßtc, aus dem Lager von Gundelfingen wegzuziehen understürmte am 24, März das Bcldcnzische Gauböckc lheim. Um sich gegen seine Feindein Rücken und Flanke während eines beabsichtigten Zuges in den Rhcingau zu schützen,schickte der Kurfürst kleine Teile seines Heeres nach Bretten und Billighcim und stießmit dem Reste seiner Truppen zu dem Bischof Diether, und am 29, und 30. März 1462rückten die vereinigten Truppen gegen den Rheingau. Am 30 Mai erhielt der Kurfürstdie Botschaft, daß seine Feinde iii dem Winkel, welchen der Neckar mit dem Main bildet,angekommen seien. Er brach sogleich aus, wendete sich gegen den Schwetzingerwaldund zerstörte die vom Feinde überschrittenen Brücken, um ihm so den Rückweg zu ver-sperren, Beim Frohnholzc, wo die Straße von Seckenheim in den Wald führt, lagertedas pfälzische Heer, während man in der Ferne das markgräflichc Volk herumstreifen' sah.Sofort ordnete der Kurfürst das Pfälzerheer, welches nun gegen den sich bei Seckingenschaarenden Gegner vorrückte. Zwischen 12 und 1 Uhr begann der Kampf, Graf Hansvon Eberstcin und Wilhelm von Rapp ollstein warfen sich mit ihren Reitern indie Flanken und den Rücken der so von allen Seiten Angegriffenen und brachten dieFeinde zur Flucht, Da der Kurfürst alle Rückzugsstraßen besetzt hatte, so entkamen nurwenige ihren Verfolgern,
Erst im Oktober wurde zwischen den Bischöfen Adolf und Diether und am 24, Nov.zwischen Adolf und dem Kurfürsten der Friede geschlossen. Aus dem Banne kam derKurfürst erst am 13. März 1464.
Krieg in Franken (1462).
Trotz der Unterhandlungen, welche 1462 zwischen dem Bischöfe von Würzburg unddem M, Albrccht zu Nürnberg stattfanden, dauerten doch die Einfälle markgräflicher Vasallenin das Bisthum fort. Der Überfall des Klosters Birtlingen bewog den Bischof am10. Juni 1462 dem Markgrafen den Absagebrief zu überschicken, Herzog Ludwig schicktedem Bischöfe eine Anzahl Böhmen zu Hülfe, die am 5, Juni in Schlüsselseld, am7, in Geroldshofen eintrafen. Der Bischof erwartete sie in Volkach, wohin am 10, auchGraf Wilhelm von Henneberg seine Reisigen führte. Die markgräflichen HauptleutcSigmund von Schwarzenberg, Hans von Absbcrg, Heinz von Luchau undForen? oon Ebcrjlein mit 350 Reisigen beobachteten des Bischofs Bewegungen, *) Mit demAngriffe auf die Besitzungen Siegismund's von Schwarzenberg begannen am 14, Juni 1462die Feindseligkeiten, Das Dorf Dornheim wurde vergeblich bcrannt, dafür fiel Markt-breit, am 11, Juli Markt-Scheinseld, am 13, Juli Geiselwind in des BischofsHände und am 23,Juli kapitulierte Pri chsenstadt, nachdem es vom bischöflichen Heere10 Tage lang belagert worden war, Uffenheim aber bestürmte der Bischof am 5. Aug,vergeblich. Da nun am 15, die Friedensunterhandlungen in Nürnberg beginnen sollten,so entließ der Bischof zu Marktbreit, wohin er sich von Uffenheim begeben hatte, seinLandvolk in die Heimath und begleitete mit den Reisigen die Böhmen bis zur Landes-grenze.
1463 Toimerstlkfi nach Imetai'a (24, März) quittiert Loren? von Eber-stein dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg die Vergütung aller Schäden,„So er In disen kriegsleufften an Pferden vnd Harnasch empfangen hat."
Urkunde im k, Archive zu Bamberg,
Auch erhielten am 8. Juni 1464 Konrad v. Luchau und Loren? v, Eber-stein von dem Markgrafen Albrecht das Schloß Sachsen nebst Zubehör, denZehnten zu Ober- und Nieder-Sachsen und eine Mühle zu Sachsen zu Mann-
») Deren Bericht an M, Albrecht 6, 6, Schwarzemburg an dem h, Psingsttage (s, Juni) I4SZ. Oria. IMX. L, — Vgl. v, Stockheim, Herz, Aldi. IV, v, Bayern S. 210,