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Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
94
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der Freyß griffen haben Das ist Recht gewest, wenn ein Kläger einen schäd-lichen Mann in ein Gericht hat geführt, so hat man ihn Rechts gestatt tc.

Von Herrn Reinhard Truchseß wegen thut Fleiß, daß er ledig werde.Behalt Fried, wehret Rauberei, verhut das Wildbret und mehretUns die Nahrung, so thut ihr im all recht ?c.

Der Juden halben schicken Wir euch hiemit zween Brief, wie Uns derLegat der Juden halben und sust geschrieben hat, und nimmt Uns fremd UnserFreiheit an den Legaten, dann Uns kein Papst oder Kaiser vor in UnserFreiheit nie getragen hat, und haben Sorg, er mocht von etlichen vertrost werden,es wär nit wider Uns, nachdem yderman dm Juden Feind ist. Wir wollenvon den Unfern nit haben, daß sie wider Unser Judischheit vor der geist-lichen Oberhand ichts handeln sollen, sunder vor Unfern Anwalten, Diewerden es wohl machen nach altem Herkommen, daß es den Unfern Christenund Juden gegeneinander gleich ist, Auch so haben Wir einen Spruch zwischenden Würzburgischen Baurn und den Juden gethan, den beede Teil zuhalten mit Treuen gelobt haben, den hällt man billig und dunkt Uns des LegatenSpruch, alsfern Wir denselben Unfern Spruch im Kopf behalten haben, undkönnen nit verstehn, von wem der Pfeil kommt. Aber wie dem allem, so schreibtnach dem Dechant zu Bamberg, damit Uns Unser heiliger Vater der Papstbleiben laß der Judischheit halben bei altem Herkommen, als dann UnserHerr der Kaiser thut. Will er Uns nichts geben, so nehme Uns nichts. Wirdienen nicht darum beeden Haupten so gar mit großem Fleiß, Kost, Muheund Arbeit, daß man Uns nehmen soll: bedarf man Furderung gein Rom vondem Kaiser von der Juden wegen, daß man die nehme, und nichts dester-minder Unser Schrift dem Dechant eilends laß zuschicken, damit eins nit uffdas ander verziehe. Darum so habt ihr Statthalter, geistlich und weltlich,auch ihr Rüth im Haus der Sach Fleiß und handelt die Ding Uns zum Bestennach eurem Gutbedunken und Gestalt der Sach. Dann Uns liegt nit ein kleinsdaran, dann Uns mochte hinnen und do außen mit Fällen und Zinsen bei dreioder Hilm Gulden des Jahrs von den Juden gefallen, das ist nit gut zu ver-suchen. Auch schicken Wir euch hiemit ein Verzeichnus, was hinnen nothdorftigwär zu erwerben zu Rom. Und thut in allen Sachen das Beste, als Uns nitzweifelt, mit Gnaden zu beschulden.

Burkhardt a. a. O. 22 ff.

Im April 1472 sandte Kurfürst Albrecht seinen Rüthen zu Ansbachund seinem Hauptmann ans dem Gebirg Heinrich von Anfseß ein Ver-zeichnis derjenigen Personen, welche sich am 10. Juni bei ihm in der Markeinfinden sollten, wenn er keinen Gegenbefehl geben würde. Von denReisigen unter dem Gebirg sollte außer Sebastian v. Seckendorfund Heinz v. Luchau auch Loren? u. Eberjlcin nach der Mark kommen.

Lieben Getreuen! Nachdem der Frieden zwischen Uns und Unserm Widerteiluff Johanns Baptiste (24- Juni) schierst ausgehen wurd, sollt sich das ichts be-geben, wollten Wir der Unfern do außen auch gern bei Uns haben und schickeneuch derselben hiemit ein Zettel mit ernstem Fleiß begehrende, ihr wollet ver-fugen und doran sein, damit dieselben alle, in der Zetteln bestimmet, 14 Tagvor Johanns Baptiste hinnen bei Uns sein, wo Wir anders in der Zeitnicht widerbieten, und daß sie ye nit außen bleiben, des wollen Wir Unsgänzlich zu euch und ihne verlassen und gnädiglich erkennen. Auch so wollet dieBrief dem Landkomethur zu Ellingen und Sebastian von Seckendorfs furder^lich zuschicken lassen.