Ebrach gehörige Orte. Durch die Mammen von der Nähe des Feindes benach-richtigt, eilte der Hauptmann der würzburgischen Streisrotte, Georg Schenk zuLimpurg, mit 7 Adligen und 450 Reisigen herbei, überfiel am 27. Sept. dieim Dorfe Sambach plündernden Bamberger, schlug sie in die Flucht und nahm150 Berittene/ darunter 40 Adlige, gefangen, welche alle auf den Frauensteinbetagt wurden.
Lorenz Fries, Ausg. v. 1848, S. 843. N. Haas, Geschichte des Slavcnlandesan der Aifch und dem Ebrach-Flüßchen (Bamberg 1819) II. 131 ff. und Wür-dinger, datier. Kriegsgeschichte II. 99.
Nach des Bischofs Johann am 11. April 1466 erfolgten Tode kam einWaffenstillstand (21. Apr. bis 26. Okt.) zu stände.
Kaum war der mit Würzburg bestandene Streit (1463^66) geendet, alsBamberg schon wieder in Gefahr stand, mit den Herzogen von Sachsen infeindliche Berührung zu kommen. Es hatten nämlich die bambergischen VasallenKonz von Ausseß, Konz von Streitberg und Lamprecht von Seckendorfin ihrer Fehde mit Heinrich von Lichtenstein bei einem Überfalle des SchlossesHohenstein das koburgische Gebiet verletzt, und Herzog Wilhelm verlangtevon dem Bischöfe als Lehensherrn der Beschädiger, Genngthuung. Als diesenicht schnell genug erfolgte, fiel der Herzog in das Bambergische ein und ver-heerte die Gegend um Staffelstein und Lichtenfels (1467). Bischof Rudolfvon Würzburg vermittelte zuletzt einen Frieden, gemäß welchem die Beschädigerdem Heinrich v. Lichtenstein allen Schaden ersetzen und dem Herzog Wil-helm für den Friedensbruch 4000 fl. zahlen mußten, während der Bischof vonBamberg 5400 fl. an Asmus von Ebcrstcin zu erlegen hatte.
Würdinger, Kriegsgesch. II. 106, Bamberger Chronik msxt., Höne I. 418.
Lorenz von Eberstein.
S. 627.
Lorenz von Eberstein. Mitglied des Schwanen-Ordens. SämmtlicheRegister haben die Notiz: „Der auch seinen Jahrtag zu der Gesellschaft gestift."Als der Stifter des Schwanen-Ordens, Kurfürst Friedrich II. (f 10. Febr. 1471,begraben zu Kloster Heilsbronn) von seinen Schwanenrittern zur Ruhestätte ge-leitet wurde, ging Lorenz von Eberstein vor dem Spieße her und sein OnkelAsmus v. E. trug das Schwert.
Brandenburgischer Rath, Amtmann zu Hoheneck, 1449 und 50 mit Mark-graf Albrecht gegen Nürnberg (s. Nachtr. 2. Folge 94k.), 1460 bis 62 mitihm gegen Bayern, 1473 und 74 mit ihm auf dem burgundischen Zuge (s. v. E.,Gesch. 632 u. Nachtr. 2. Folge III.). Als i. I. 1462 der Würzburger Fürst-bischof (der sich selbst bei seinen Truppen befand) unterstützt von den Böhmen, zurPfingstzeit den Sigmund v. Schwarzenberg bedrohte, war Lorenz v. Ebersteineiner der Hauptleute, denen die Abwehr gegen diesen Angriff anvertraut war,wie er denn auch später als Hauptmann von Uffenheim vorkommt (39. Jahres-bericht des histor. Vereins für Mittelfranken S. 103). Die damalige Lage Al-brechts war jener nicht unähnlich, aus welcher König Friedrich 11. sich öfterglücklich zu entringen wußte. Die unglücklichen Treffen in Schwaben bei Secken-heim und Giengen, steigerten die Erbitterung Albrechts aufs Höchste, zumalals (am 23. Juli) Prichsenstadt von den Feinden genommen wurde. Umdiese Gegend koncentrierten sich nun die Kriegsbewegungen, bis infolge des Waffen-stillstandes nach einem vergeblichen Sturme ans Uffenheim der Bischof mitseinem Heere sich zurückzog. Lorenz v. E. starb am 1. Dec. 1480. Nach seinem