Schlosses zu Streitigkeiten zwischen dem Bischöfe Gottfried und dem RitterGcrlach o, Ebenstem, seinen Söhnen Erasmus und Wilhelm und Karl's er Eber-stein hinterlassenen Söhnen Hein) und Lorenz Anlaß, welche jedoch durch Ver-mittelung des Bischofs Anton von Bamberg und des Ritters Wilhelm v. Rech-berg am 23, Dec. 1450 beigelegt wurden (s. v, E-, Gesch. 98).
Nach dem Tode Gottfrieds (1. Apr. 1455) wurde dessen Gegner Johannvon Grum'bach auf den Bischofssitz erhoben. Seine Regierung wurde vielfachdurch kriegerische Ereignisse beunruhigt. 1456 u. 1457 galt es, einen altenBundesgenossen, Erasmus v. Ebenstem, im Kampfe gegen das Erzstift Mainzzu unterstützen. Schon im Juli 1456 hatte Asmus v. Ebcrstcin das ErzstiftMainz mit Brand und Raub hart bedrängt. Da Erzbischof Dietrich vonMainz argwöhnte, es geschehe dies auf Veranlassung Bischofs Johann vonWürzburg, so erließ letzterer, um diesen Argwohn zu widerlegen, an den Pfalz-grafen Friedrich, an die Bischöfe von Speier und Worms, an das Domkapitelund die Räthe zu Mainz, die Stadt Frankfurt und die Grafen von Hanau,Eisenberg und Katzenelnbogen ein Ausschreiben, ci. cl. Würzburg 19. März 1457,worin es heißt:
Nun hat uns aber der Herr Erzbischof infolge der von Asmus von Ebersteingegen ihn erhobenen Fehde aufgefordert, diesen seinen Feind :c. nicht zu unter-stützen, sondern ihm selbst rc. thätige Hülfe zu leisten u. Wir erwiderten da-rauf, daß Asmus uns und unserem Stifte zwar nicht lehnbar und dienstpflichtigverwandt sei, jedoch wir nicht entstehen wollten, diesen Einfällen möglichst zuwehren. Auch schickten wir dem Erzbischofe 9 reisige Reiter und etliche Fuß-knechte, welche durch die Knechte des erwähnten Erasmus versprengt, sich in einuns gehöriges Dorf geflüchtet, wieder zurück rc.
Über diesen Streithandel wurden von beiden Seiten viele Schriften gewechselt,weil der gemeine Mann der Meinung war, Ebenstem'» Fehde sei das Werk desBischofs Johann gewesen, den der Erzbischof in seinem Briefe Suffrag an(welches Wort man gewöhnlich spöttischer Weise mit Fladenweiher übersetzte)genannt, wogegen ihm Johann wiederum den Titel Erzbischof nicht gegebenhabe, so entstand das Sprichwort: Der Erzbischof habe Bischof Johann vonWürzburg nach Mainz gerufen, um die Fladen zu weihen; dieser habe dieselbennicht nur geweiht, sondern auch gebacken, aber so hart verbrannt, daß der Ge-stank sich dem Main und Rhein entlang verbreitet hätte (s. v. E., Gesch. 556.Nr. 443).
Asmus und Meter von Werstem zu Marktsteinach.
S, 100 und 601.
Kaum war die Fehde Bischofs Johann mit M. Albrecht beigelegt, sobegann ein neuer Zwist mit dem Bischöfe Georg v. Schaumberg zu Bam-berg, welcher bis zu Johann's Tode andauerte. Die Veranlassung dazu warfolgende. Christoph Fuchs von Bimbach hatte die Schaftrift in der Flur desDorfes Niedernhaide als würzburgisches Lehen inne, die ihm jedoch BischofGeorg 1462 verbieten, und als Fuchs sich an dieses Verbot nicht kehrte, diedort weidenden Schafe nach Bamberg treiben ließ. Fuchs bestand auf seinemRechte und forderte Schadenersatz, ohne sich auf gütlichen Austrag durch bam-bergische Räthe einzulassen, indem er den Schaftrieb vom Stifte Würzburg zuLehen habe. Die von dem Beschädigten geführte Beschwerde fand kein Gehör,und der Ritter erklärte an Bamberg die Fehde und begann dieselbe am 27. Dec. 1463mit Niederwerfung des bambergischen Edelmanns Hans von Drosendorf,den er nach Burleswagen betagte. Georg forderte hierauf den Bischof Johann