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Markgraf wurde aus der Stadt von den Mauern und Thürmen herab mit Ge-schützfeuer empfangen und mußte sich, nachdem auch sein Hauptmann Erkingerv, Seins heim gefallen war, mit großem Verluste zurückziehen.
In Würzburg traten die beiden Parteien zu Unterhandlungen zusammen,doch währte der kleine Krieg fort (vgl. Würdinger, Kriegsgeschichte I. 2ö1 ff.).Am 14. Aug. 1442 ernannte Kaiser Friedrich, den beide Parteien währendseiner Anwesenheit zu Würzburg (7. Juni 1442) um einen Rechtsspruch ersuchthatten, den Domdechauten von Bamberg, Gottfried Schenk von Limpurg,zum Stiftspfleger, und der Übergang des päpstlichen Stuhles von Felix aufEugen hatte die Entsetzung des Bischofs Sigmund zur Folge. An seineStelle wurde l19. Nov.) der bisherige Stiftspfleger Gottfried erwählt. MitKraft trat der neue Bischof dem Raubunwesen, welches sich, gestützt auf denReichstagsbeschluß (1442), „man könne jeden befehden, wenn man ihm nur dreiTage zuvor abgesagt habe", in der unruhevollen Zeit unglaublich verwehrt hatte,entgegen. Um aber den Adel gegen die Fortschritte der Städte zu schützen,verband sich Gottfried (14. Nov. 1443) mit dem Markgrafen Albrecht unddem Erzbischof Diether von Mainz. Bald darauf trat in der Politik desBischofs eine Änderung ein, und er verband sich, um dem Übermuthe seinerRitterschaft und dem Markgrafen Alb recht, welcher ihn in Ausübung dergeistlichen Rechtspflege hindern wollte, besser entgegen treten zu können, mit demStädtebunde. Eine Folge dieses Schrittes war, daß ein großer Teil desStiftsadels auf die Seite des Markgrafen übertrat und dieser selbst jedeGelegenheit ergriff, das Bisthum zu schädigen Der Vermittlung des Bischofsvon Bamberg und des Grafen Georg von Henneberg gelang es, diesenFehden zuerst durch einen Waffenstillstand (1. Febr. 1450), dann durch einenFrieden zu Bamberg (9. März) ein Ende zu machen. Einen Monat später(29 April) kam zwischen Gottfried und demjenigen Teile seiner Ritterschaft,welcher gegen die Städte gekämpft hatte, ein Vertrag zu stände, gemäß welchemzwischen Ritterschaft und Bischof keine Fehde bestehen, sondern beide sich zurVerteidigung mit Reisigen und Äufgebot bei neuem Angriffe unterstützen sollten.
S. 555 u. 556.
Das ganze Bisthum wurde behufs der Verteidigung in Vierteile ge-schieden, deren jedem ein Hauptmann vorstand, der zur Unterstützung seinerständigen Reisigen auch die Hülfe des Adels, der Bauern und Bürger bean-spruchen konnte. Für den Fall, daß ein Hauptmann den Feind außerhalb desStifts aufzusuchen hätte, sollten die Befehlshaber der übrigen Vierteile zu Hülfekommen. Um für den Fall eines Krieges über Geldmittel verfügen zu können,wurde die Klauensteuer erhoben.
Die neue Einteilung sollte bald ihre Tüchtigkeit erproben, als es galt, denErasmus van Edelstein wegen des großen Schadens, den er des Stifts Klösternund Unterthanen zufügte, zu strafen. Als Asmus v. Edelstein am 14. Juli 1450durch etliche Fußknechte den Edelleuten und Bauern zu Maßbach das Viehhatte wegtreiben lassen, so sammelten sich schnell aus zwei Vierteilen 5000 Mann,zu denen die Stadt Würzburg aus seinen 1010 Wehrpflichtigen zuerst 374, dannnoch 202 Mann stellte, und zogen zur Belagerung von Schloß Marktsteinach,wo der feindliche Ritter hauste. Die Beste wurde nach längerem Widerstandeim Okt. 1450 erstürmt (vgl. v. E-, Gesch. 556 u. Fehde 97).
Mit diesem Schlosse Marktsteinach war am 26. Aug. 1443 Eberhard vonEdelstein als der älteste für sich und seine damals noch lebenden BrüderMangold, Karl und Gerlach beliehen worden, in dessen alleinigen Besitz dieBrüder Karl und Gerlach gelangt waren. Deshalb gab die Eroberung des
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