Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

zu Mer, zu Synn, zum Reussennberg, Hanns Jorgen von Thüngen zugehörig,zum Altmanßhof" (Gastwirthschaft in Donauwörth).

Uff fürhalten, wie offt er zum Brnnndenstnin gewest, sagt, er und seine ge-sellen seyen scidhrrc der vchdc osst zum Branndcnjkain gewest, offt bey acht tagenda gelegen."

Nach Beendigung der Verhöre wurden Veit, Schilt und Peck wieder nachHeideck zurückgeführt und daselbst am Jg. Dec. 152L mit dem Schwerte hinge-richtet.

Nach diesen Ereignissen wurde Hans Thomas fast von allen seinen bis-herigen Anhängern verlassen. Nur Hans Jorg von Aschhausen undChristoph Marsch all waren ihm treu geblieben. Aschhausen nahm einenViehhändler, der nach Schweinfurt reisen wollte, im Herbste 1528 gefangen undbrachte denselben nach Eckwcisbach, das nach Mangotd's von Ebcrfiein 1522erfolgtem Tode auf dessen Bruder Philipp gekommen war.

Als im herbst 1523 marckt zu Schweinfurt gewest, uff welchen marckt einviehtreyber von Winpffen, genant der Köberlein, sampt andern kauffleuten ge-zogen, ist er zu nechst bey Schweinfurt durch etlich rayssig nidergeworffen, weggefürt und ein Zeitlang heimlich in gefengknus enthalten worden.

Über etlich Wochen wurdt durch ein mitelperson angezeigt, wie solche thatJorg von Aschhausen in eigner Person gethan, und das er durch seinenpuben, den er vor der that gen Schweinfurt in das wirtshauß geschickt, uffe denKorberer kuudschafft gemacht, wan er Hab uffsein wollen. Als nun der Kor-berer etlich Wochen gelegen, ein merckliche grosse summa schatzgelts geben sollen,Hab ime got in der fengknus davon geholffen, das er mit etlichen ketten an denpaynen ledig worden, davon komen und kein schatzung gegeben. Und wirt durchdieselb Person angezeigt, er sey zu Ctwcihpich in der Puchen, so Philips vomCberstrins ist, gelegen und da ußkomen. Kober sagt, er sey zu Eckwrihpachin einem paurnhauß und nit im floß gelegen. Der vom Eberstedt Habsgewist, sey ein scr reicher edelmann"

I. Baader a. a. O. S. 28, 437, 445, 478, 504 und Ausgabe v. 1880 S. 113.

Eberhard von Elmstein,

des Hochstifts Würzburg Hauptmann und Rath,

und die

Gebrüder Erasmus und Wilhelm von Elmstein.

S. 302, Nr. 207 und 552.

Der Bischof Johann von Würzburg starb am 9. Januar 1440. SiebenTage zuvor wurde der 3. Sohn Friedrichs des Streitbaren, des KurfürstenFriedrich II. und Herzogs Wilhelm von Sachsen Bruder, der Herzog Sigmund,welcher als sehr geistesschwach, zur Regierung untauglich, für den geistlichenStand und eine Domherrenpfründe bestimmt war, zum Stiftspfleger unterder Bedingung gewählt, daß er das Bisthum erst nach der Konfirmation des-jenigen Papstes antreten sollte, welchen nach Johanns Tode das Domkapitelund die meisten deutschen Fürsten als den rechtmäßigen Papst anerkennen würden.Diese Bedingung hatte Sigmund beschworen. Albrecht Achilles bewirktejedoch auf dem Konzile zu Basel eine Entbindung vom geleisteten Eide und vondem neu erwählten Papste die Konfirmation der bischöflichen Wahl und die Er-laubnis zur Weihe. Da das Kapitel jedoch zuvörderst die Beilegung der Strei-