Klas (s. v. E., Fehde 2. Aufl. S. 73). Zu Ansbach wurde verhandelt, daßHans Thomas seine Forderungen fahren lasse und die Gefangenen freigebe. Dafürsoll ihm von den Grafen von Ottingen eine Summe Geldes bezahlt werden, undsoll der Bund die abgenommenen Rosenbergischen und Absbergischen Schlösserzurückstellen." Für die Freigebung der Gefangenen forderte Absberg 10000 fl.Lösegeld und die Zurückstellung der Schlösser und fügte hinzu- „ich werde wohl14 bis 13000 fl. von ihnen bekommen, wenn der Bund nicht eingeht auf meineForderungen." Zu dem von Mangold v. Eberstein auf dem Brandenstein gefangengehaltenen Ruprecht Zürcher sagte Kunz v. Rosenberg: „du solts da nitsitzen, wann Ich dich het, Ich wollt dich recht setzen vnd dir ein ader nach deranndern außreißen, die 2000 gülden (welche Zürcher dem Mangold zahlen sollte)will Ich selbs geben, die gefangen müssen vnns ytz aufs weinnachten15000 gülden geben."
Trotz der vielen Metzeleien und Grausamkeiten konnte sich der Bund nichtentschließen, mit Hans Thomas ein Abkommen zu treffen. Deshalb lichtetesich von Tag zu Tag die Zahl der Helfer des Absberg, so daß er vom Jahre1528 an nur auf die Hülfe Christoph Marschalks, des Hans von Embssowie einiger versprengter Edelleute und Knechte angewiesen war. Zu diesenschlugen sich auch Veit, Klas Peck, Jorg Rechberger, Wilhelm Heuß undein verjagter Edelmann aus Bayern, Namens Haimeram Nußberger. Veitund sein Anhang wurden immer kecker. Endlich aber hatte ihre Stunde geschlagen.Am 13. Juni 1523 wurden Veit Scharpf, Haymeram Nußberger, Eucha-rius Schilt und Klas Peck von Nürnberger Reitern und Altdorfer Bürgern indem Dorfe Bergen hinter Heideck gefangen. Weil dieselben auf pfälzischemGebiete niedergeworfen worden waren, so hatte sie der Richter zu Heideck denNürnbergern abgenommen und ins Gefängnis nach Heideck geführt. Veit,Nußberger und Peck waren schwer verwundet, so daß ihr Verhör vorläufigunterbleiben mußte. Mit Veit dauerte es fast 2 Monate, bis die Frage mitihm vorgenommen werden konnte.
Am 10. Aug. 1523 wurde Veit von den Verordneten des Bundes gefragt,w er die Knechte seien, welche bei der Niederlage (24. Juni 1520) des GrafenJoachim beteiligt gewesen. Veit nannte „Philips Geher, Jorg Walch,Gocker genannt, ein knecht, Cuntzlein genannt, so uß Hessen gewest, ein edel-mann, der Ketzsch gnant uß Düring, Cristoff von Assicka, ein knecht,Gilg genannt, so zu Bamberg am Hof gewest und noch in der würtzburgischenart sitzen soll, Barthelmes Frannck, so bey dem von Wirttennberg gewest,Baltlein Prothaß, so erstochen worden durch Barthelmes Franncken, und dannHanns Thomas knecht. So Hab er sonnst frembd knecht gehabt, der erwarlich keinen kenndt Hab. Es Hab auch denselben riet nyemannds geworbendann Hanns Thoman und Cuntz von Rosenberg."
Auf die Frage „wann sy ainen gefanngen und ine verPflicht, sich zu stellen,durch wen sy die maningbrief demselben zugeschickt und wer sy geschrieben," ant-wortete Veit:
„wiß nichts davon; er Hab keinen genant, das ime wissend sey, es Hab dannManngolt vom Cberstain einen brief gein Nürm b erg geschickt; davon wiß er nit."
Nach diesem Verhöre wurde Veit nebst Schilt und Peck nach Löningen ander Donau abgeführt und hier wiederholt peinlich verhört. Veit wurde weiterbefragt: „als er antzaig, das sye mit Cuntzen von Rosennberg vil eingelassensehen, soll er lauter antzaigen, an welchen ortten und bey wem, und wie dieselbenhaissen." Veit erwidert:
„bey Hanns Jorgen von Thüngen zum Zeitloß, zum BranndcnstaingeHort Manngoit vom Cberstain (ist erschossen Worden ss. v. E. Fehde 30j),