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Folge 4 (1883)
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macht fünfzig Röder Gr. Konrad Wilhelm von Seelliach gnt Quadvassel. 2) Weilandder Wohledl., Gestrenge und Beste Philipp von Seelbach gnt. Quadvassel,Hofmeister zu Dillenburg, hat den Hausarmen im Kirchspel Burbach in tssta-msnto vermacht, mündlich sich auf seines Vettern Gottfried von Seelbachsel. Testament bezogen, und denen Armen im Kirchspel Burbach gleichmäßig50 Gr. vermacht. Kourad Wilhelm von Serlbnch, gnt. Quadvassel.

Laut der bei letzterem Gründischen Visitationstage ergangenen hohen Ver-ordnung wird dem adligen Haus Eichen zu Zahlung derer restierendenArmenrenten und rssp. Kapitals samt davon verfallenen Interessen tsrminus von6 Wochen angesetzt mit dem Anhang, daß nach Ablauf dieser Frist mit der Exe-kution ohnaufhaltlich vorgeschritten werden solle. Burbach, den 8. Febr. 1747.

Gemeinschaftl. Amt. Günther Ncufch

Näheres hierüber ist aus nachstehenden Briefen der Frau von Außeman ihren Bruder, den Dragoner-Lieutenant Karl von Eberstein inTilsit ersichtlich.

Herzallerliebster Bruder! Mit recht betrübtem Gemüthe muß er-fahren, wie ich bis hieher von Euch als auch von meinen lieben Schwesternwerthe Gegenantwort auf mein letzteres Schreiben in Vergeß gekommen bin;ich habe zwar durch andere erfahren, wie Euch Gott bei Urs sn in dem hitzigenTreffen erhalten habe, wovor Gott herzlich gedanket und ihn angestehet, daß erferner bei Euch sein möchte :c. und mir die Freude zu gönnen, Euch baldigst zusehen w., bitte also nochmals, erfreuet mich bald mit einer Antwort, und wennes Euch beliebet, mir die schon oft gebotene Rechnung nach Euerem Gutachten w.mit zu senden. So will ich Euch zeigen, wie das Meinige thun werde, nachEueren Belieben und nach Möglichkeit abzuführen, wie billig sein wird w. Ichsende hier inzwischen vierzig Stück Dukaten auf Abschlag der Interesse, schreibetmir, wohin hinfüro Euch die Gelder übermachen soll. Die Dukaten gelten hier4 st. 18 Xr. das Stück :c Mein Mann empf. sich, und meine Kinder küssenEuch unterthänig die Hände. Meine Charlotte hat vor 6 Wochen zum zweitenMale die Blattern gehabt :c. Ich bin vor 10 Tagen erst von Wetzlar mitihr hier angekommen, allwo ich den Winter über den Reichmann'schen Proceßsollicitieret in der Hoffnung, ein Urteil zu erhalten, aber Geld verzehrt, und leiderdoch kein Urteil Ich will von Verdrießlichkeiten schweigen :c., auch versicheren,wie eher aufhören werde zu leben als zu sein meines herzallerliebsten Bruderstreue Schwester und Dienerin

Eichen, 13. Kpril 1746. ^mulia von Aussein.

Mein Mann gehet morgen nach Wetzlar vor mich.

Herzallerliebster Bruder! Dero mir Werthes vom 12. Juni ausTilsit habe, obzwar spat, doch endlich wohl erhalten; nun wäre zwar längstenzu beantworten meine Schuldigkeit gewesen, bin aber durch ein und anderesSchicksal verhindert worden, indeme mir vorgenommen, nach Sachsen zu reisen,meine lieben Anverwandten kennen zu lernen, wie meinen Schwestern allbereitschon geschrieben. Gedachte, von da Euch zu schreiben :c., stunde in Gedanken,ob nicht auch das Vergnügen ereignen könnte, Euch allda anzutreffen :c. In-dessen hat mich herzlich erfreuet, wie aus Euern Zeilen gelesen, daß Ihr Euchnoch wohl befindet :c Es ist bei mir alle Tage was Neues w. Vors erstehabe dieses Jahr eine von Grund auf Eisenhütte bauen müssen, welche gänzlichauf einen Haufen gefallen ?c. Ich habe 12 Wochen in Wetzlar dieses Jahrwegen des Reich manns Proceß sollicitieret in der Hoffnung, ein gut Urteilzu erhalten, auf daß mich an einem Ort sicher stellete, weilen der Reich mannso sehr prahlete, als hätte er aufs neue den Proceß wieder gewonnen; ehe es