Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

43

Da der Oberstallmeister Joh. Karl Fr v, Büring noch eine bedeutendeGeldsumme an die Erben des vormaligen Besitzers des Eichengutes abzutragenschuldig war, so erborgte er zu diesem Zwecke am 18. Januar 1717 von demfürstl. Rathe und Amtmann Joh. Heinr. Tilemann und dem RentmeisterJoh. Jost Ho ff mann zu Dillenburg 2000 fl., die in 2 Terminen (am18. Jan. 1718 u. 18. Jan. 1719) nebst Zinsen zurückerstattet werdensollten, und setzte sein Gut Eichen dagegen zum Unterpfand ein. Am18. Jan. 1718 wurden die an diesem Tage fälligen 1120 fl. richtig abgetragen.

Ich, Johann Karl Friedrich von Büring, zurzeit bestellter Ober-Stallmeister bei Jhro hfl. zu Nassau-Dillenburg, füge hiermit:c. zu wissen :c.:demnach ich wegen meines erkauften adel. Gutes in dem Grund Burbach, genanntdie Eichen, an derselben vormals gewesene rechtmäßige Erben ein ziemlichesQuantum annoch abzutragen schuldig und sonsten, da diesmal aus eigenen Mittelnnicht im stände, nirgend benöthigte Gelder erhalten können, daß mir Herr JohannHeinrich Tilemann, fürstl. Rath und Amtmann allhier in Dillenburg, sodannw. Hr. Joh. Jost Hoffmann, Rentmeister daselbsten, :c. geliehen :c. und baardargezahlet haben die Summe von zweitausend Floren s. 2000 fl. ?c., thuedes Empfangs halber quittieren :c., gelobe und verspreche, obiges Kapital nichtnur mit landesbräuchl. Pension jahrl. :c. mit 6 pro Lsnt zu verzinsen, sondernauch in 2 Terminen, als den ersten a ckato über ein Jahr mit 1120 Floren ?c.mal. der Interessen :c. wieder zu erstatten. Und damit rc. meine Herrn Gläu-biger ihres ausgelegten Kapitals samt Pension desto gesicherter sein mögen, solege ihnen zu einem wahren Unterpfand :c. mein rc. Gut Eichen mit allen:c. Nutzungen, Ein- und Zubehörungen :c. So geschehen Dillenburg den18. Jan. 1707. (U. 3.) Johann Karl Friedrich von Büring.

Den 18. Jan. 1718 ist der erste :c. Termin mit 1120 fl richtig abgetragen.

Der Ober-Stallmeister v. Büring ließ es sich nun zwar sehr angelegensein, sein Gut Eichen in jeder Weise bedeutend zu verbessern; die daraufhaftenden Schulden drückten ihn aber dermaßen, daß er sich entschloß, das-selbe wieder zu verkaufen. Zuerst knüpfte er deshalb mit dem FürstenWilhelm Unterhandlungen an und erklärte sich bereit, demselben das Gutfür 13000 Thaler abzutreten.

Wenn Jhro hochfstl. Dchl. mein gndstr. Herr das Eichen-Gut jetzigen,wie es von mir verbessert und gebauet, um 13000 Thlr., mit allem Zubehörgndgst. verlangen: so könnte die Zahlung des Werths mit Gelegenheit nachfolgen-der geschehen, als

1. an den Andrea von Mühlheim 706 Thlr. 30 all>.

2. an die' Frau von Kopp ...... 250

3. Hrn. Obrist Groß 1000

4. Wegen der Eichen rückständige Schuld an die

llxslZntorss zu Attendorn 2000

5. davon einjährige Interesse 100 ,,

6. noch an dieselben wegen Rechnung .... 394 30

7. vom Löhnberger Hof 5600

8. davon 5jahrige Interesse 1400

9. dem Grüneisen 300 ,,

10. und mir baar 1218 30

13000 Thlr.

Dillenburg, den 15. May 1719.