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^(tu IN Reinsdorf, den 23. Jan. 92. Wegen Eberstein'schem Gute gibtHerr Wilhelm Hoffmann folgende Nachricht: 45 Acker Wiesen; S Gärten;1 Berg, worauf Buschholz stehet, so aber nichts würdig; 1 halbe Schäferei;die Viehtrift gleich andern Nachbaren; 4 Diensthäuser, deren Besitzer jährt,jeder 12 Tage mit der Hand fröhnen muß; 6 Tage Dienst mit 2 Pferden zuBretleben, dgl, 12 Schsfl. Roggen, 12 Nordhäus, Scheffel Gerste und 8 ScheffelHabern jährt, Erbzinsen, wie auch etliche Gänse und Hühner, deren Anzahlman eigentlich nicht wissen kann, wiewohl ihrer wenig seien. Die Gebäude aneinem Hans, einer Scheune und Stall anlaugend, sind dieselben sehr schlechtund geringe, auch ziemlich wüste. Die Felder sind wegen bisheriger üblerAdministration des Pachters ausgehungert und in einen totalen Ruin gerathen,sodaß, wenn ein rechter Besitzer wiederum sollte ins Gut kommen, er wohl t> JahreMühe hätte, solche wieder in guten Stand zu bringen. Der vorige Pächter hat,wie das Gut in guter Besserung gewesen, jährt, 220 ff, Pachtgeld gegeben. Hier-über hat auch der v. Eberstein etzliche Äcker Wiesen nebst der halben Schäferei,worvon er jährl, 10 fl, Triftgeld erhalten, ausgezogen, daß er also das Gutdamals, ungefähr vor 4 bis 6 Jahren, auf 280 bis 500 fl, jäbrl. nutzen können,worvon er aber die Herrschaft!. Gefälle, als Römermonat und Präseuzgelder vomRittergut, und Steuer und Kontribution von dem ^4 steuerbaren Land, so sichauf ein ziemliches belaufen, abstatten müssen.
Wie man vernommen, so hat der Herr Amtshauptmann von Blanken-stein 4000 fl. davor zu zahlen geboten, möchte aber, wann die Äcker und Ge-bäude wiederum in guten Stand gebracht würden, wohl ein 500 bis 100 (?> fl,mehr Werth sein. Der jetzige Besitzer, sothaner Herr Ulilbclm Ernst v Eber-stein, hat einen einzigen Sohn, so sich in holländischen Kriegsdiensten befindet;ob aber ihme noch jemand sonsten die Mitbelehnschaft oft berichteten Guts mithaben möchte, solches kann man so eigentlich nicht wissen, jedoch wird daran ge-zweifelt und dessen Gewißheit bei der hochfürstl. Geheimen Kanzlei in Weißen-fels, allwo der von Eberstein die Lehen empfangen, zu erfahren sein.
^.etuiu Hcldrungcn, den 25. Januar 92. Hans Bohne von Reinsdorf,der vorige Pachter des Eberstein'schen Guts, giebt folgende Nachricht, daß es anLänderei habe 6 Hufen Ritter- und 1 Hufe steuerbar Land zc., an Holz habees nichts als ein Flecke Birken, welches nach seines Erachteus vor eine HufeLand lieget, eine halbe Schäferei, dabei 24 bis 25 Acker Wiese, Trift gleichden andern, eine Schenkgerechtigkeit, von Zinsen wisse er nichts. Stallund Scheunen wären gut, das Haus aber bei mittlerer Güte, die Äcker sindgut an der Lage, am Anbau und Besserung die besten nicht, zu taxieren unter-stünde er sich nicht.
Des von Eberstein's Packitmann, der von Opselwitz (von Öbschelwitz,der mit Wilhelm Ernst's v, E, ältester Tochter Sophia Elisabeth verheirathetwar) habe es die Zeit inne gehabt, würde aber itzund Lichtmessen seinem HerrnSchweher wieder übergeben werden. Habe einen einzigen Sohn, sei wohlmit dem Hauptmann von Opselwitz (v, Helmolti wieder in Holland gegangenund etlich 20 Jahre alt. Um die Mitbelehnschaft wüßte er nichts.
Welches alles zu Nachricht anhero llckslitsr registrieret worden, ut supra,
Johann Kieseling mpr.
Diese Protokolle reichte Kieseling mittels Schreiben vom 28, Januar 1692dem Herzog ein. Dieser reskribierte unterm 1. März 1692, daß er Wohlbefugte Ursache hätte, den erbetenen Konsens zurückzubehalten, daß er aberdoch solchen erteilen wolle, wenn der von Eberstein das Gut dem Amts-