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Ihre Selbstbiographien nebst einer kurzen Geschichte d. Hauses Zinzendorf
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SELBSTBIOGRAPHIE DES GRAFEN VON ZINZENDORF.

er nach seinem Tode unter seinen Papieren finden würde, zuverbrennen, und sie ja nicht in die Hände seiner Brüder inSachsen kommen zu lassen. Er freute sich über dessen ruhigeSituation zu Triest, über sein gutes Einverständniss mit seinenUntergebenen.

Am 21. März verliess der Graf Montpellier auf einigeZeit und besah Aix, Marseille. Der Graf von Piles, Commandantzu Marseille, der Erzbischof zu Aix Graf von Boisgelin, der erstePräsident und Intendant M. de la Tour erwiesen dem Grafenund der Gräfin viele Höflichkeiten.

Die Gräfin von Zinzendorf litt dazumal ungemein viel aufeinem Auge und der Graf hatte seit einigen Monaten geschwolleneBeine.

M. de l'Isle, Rath am Parlamente von Aix, mit welchemsie in einem Haus logirten, erzeigte Ihnen viel Höflichkeit;man hielt öffentliche Processionen wegen der Raupen. Die FürstinHornes aus Brüssel war zu Aix. Dort brachte der Graf denganzen Monat Mai zu und brauchte da die Molkenkur. ZuToulon fanden sie eine Escadre von sechs Linienschiffen unddrei Fregatten segelfertig, speisten am Bord desCaesar" von74 Kanonen und wurden von dem Marquis de St. Aignan,Commandant de la Marine, sehr wohl empfangen. Sie sahen dieangefangenen neuen Schiffsdocks von Groignard's Erfindung,kamen bis Hyeres und reisten über Tourbe, einem schönenSchlosse des Grafen von Valbelle, Commandanten der Provence,nach Aix zurück. Der Nordwest oder Mistrau verursachte, dassder Monat Mai sehr kalt war.

Die Krämpfe hatten dazumal abgenommen und die Nächtewaren nicht schlaflos. Am 3i. Mai reisten sie von Aix nachAvignon ab und waren im Anfang Juni wiederum zu Mont-pellier. Fünfthalb Monate befand sich der Graf ganz wohl, nurallein der Ausschlag am Kinn dauerte fort. Kaiser Josef IL,welcher am 3o. Juni zu Montpellier angekommen war, bezeugtedem Grafen viele Gnade. Der Graf von Provence Monsieur,war eben auch durch Montpellier gereist.

Am 22. Juli reiste der Graf auf drei Wochen nach LaVerune, dem Landhaus des Bischofs von Montpellier; er nahmsich nicht genug vor überflüssigem Essen in Acht und empfand