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SELBSTBIOGRAPHIE DES GRAFEN VON Z1NZENDORF.
schaftlichsten Briefe. Der Graf von Zinzendorf verfasste einigeSammlungen von Anekdoten über den französichen Hof fürden Kaiser Franz I., wofür ihm dieser Monarch unterm 3. Februar1752 dankte. Erhard Riesch war damals des Grafen Banqüierzu Wien.
Graf Wrbna schrieb ihm den i3. Januar 1722, er möchtebei allen Nähterinnen zu Paris Muster einsammeln, nach welchenman reiche Stoffe für Frauenkleider zu Wien verfertigen lassenkönne — ein Gegenstand, der wahrlich für kein Dicasteriumgehört. Graf Rudolf Chotek setzte einige Worte eigenhändigzu dem Schreiben, um die Sache recht dringend zu machen.
Bei dem öffentlichen Einzug des Grafen von Kaunitz alsBotschafter war der Graf von Mercy, der nicht Kammerherrwar, mit dem Botschafter im Wagen gesessen, und der Grafvon Zinzendorf, der der zweite Kammerherr war, nicht.
Er beklagte sich schriftlich bei dem Botschafter, der ihmDinstag, den ig. September 1752 versicherte, er werde heutemit ihm in dem königlichen Wagen fahren.
Zu Fontainebleau war er den 28. October 1752 nicht mitdem Botschafter. Während seines Aufenthaltes zu Paris genossder Graf allgemeinen Beifall bei den Franzosen. Der Herzogvon Cbartres, nachmaliger Herzog von Orleans, dessen Gemalin,eine geborene Prinzessin von Conti, der Prinz von Conti undder grösste Theil des Adels, zeichneten denselben besonders aus.Seine Geliebte war dort die Marquise L . . b . . t, eine nichtschöne, aber mit vielen Kenntnissen begabte Dame, die auch alsSchriftstellerin eine Rolle gespielt hat.
Den 1. Januar 1753 reisten Graf von Kaunitz und Frei-herr von Binder von Paris ab. Den 11. Januar 1753 schriebFreiherr von Binder dem Grafen aus Brüssel, noch in diesemMonate werde Graf Kaunitz nach Wien abreisen. Den Grafen vonKaunitz verliess der Graf von Zinzendorf zu Brüssel, reiste aufkurze Zeit nach England und ging über Sachsen im Sommerdes Jahres 1753 nach Wien zurück.
Den 1. Mai 1753 wollte der Graf aus Holland oderBrüssel nach Hannover, Berlin, Leipzig aufbrechen. Den 12. Maiwar er-bereits zu Berlin, von wo eben der berühmte Voltaireweggeschickt worden war. Zu London hatte er mit seines