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Ihre Selbstbiographien nebst einer kurzen Geschichte d. Hauses Zinzendorf
Entstehung
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5o SELBSTBIOGRAPHIE DES GRAFEN VON ZINZENDORF.

1740, unternahm er die erste Reise nach Oesterreich zu seinemGross-Oheim, dem damaligen königlich ungarischen geheimenRath und General-Feldmarschall-Lieutenant Grafen Ludwig vonZinzendorf. Er war am 16. September bei demselben zu Wasser-burg. Er schrieb sich alle zu Wien und in Mähren gemachtenBekanntschaften auf und ein Schreiben an seinen Vater, ddo. Spiel-berg den 6. Januar 1741, enthält folgende merkwürdige Stelle:0«n a fait une supputation, que dans les etats hereditaires il y a eupres de 60.000 commis. Les pensions exorbitantes des Espagnolsv ont absorbe la quatrieme partie des revenus. Apres celafautil s'etonner qxCil n'y a ni place fortifiee nie armee payee."Auf dergleichen Gegenstände gab der Graf mitten unter derjugendlichen Zerstreuung in seinem 20. Jahre schon Acht.

Des Grafen damalige Absicht war mit der sächsischenGesandtschaft zur Kaiserwahl nach Frankfurt zu gehen. Deroberwähnte Salmi meldete ihm am 16. Februar von Dresdenaus, sein Vater habe im Sinne, ihn nach Russland zu sendenund dort Kriegsdienste nehmen zu lassen. Sein Pass vom altenGrafen Ludwig lautet von Spielberg, ddo. 14. Februar 1741.Eben dieser Vetter wirft ihm unterm 8. Juli die Neigung zumSpiele vor.

Graf Ludwig wohnte im Jahre 1741 der Campagne dersächsischen Truppen in Böhmen bei; nach der Belagerung vonPrag kaufte er eine Compagnie in dem Graf Bellegarde'schenInfanterie-Regimente. Sein Patent ist vom König August III.unterschrieben, ddo. Leipzig den 26. April 1742. Er überliessin der Folge die Compagnie seinem Bruder, dem Grafen Max,und quittirte nach seines Gross-Oheims zu Wasserburg Absterbendie sächsischen Kriegsdienste. Der vom König unterschriebeneAbschied und der Pass zu seiner Reise nach Wien von demköniglich grossbritannischen Gesandten an dem Hofe zu Dresden,Thomas Villiers, sind vom 16. August 1742 datirt. Seine Tante,die Witwe des alten Grafen Ludwig, eine geborne Gräfin vonAuersperg, streckte ihm i5o fl. vor und Hess sich gütig dieVerspätung der Zahlung im November 1742 gefallen, lieh ihmauch den 15. December abermals 200 fl. Sein Gross-Oheimwar den 17. Juli zu Wasserburg gestorben, er selbst langteden 23. August zu Wien an. Ihm ward, weil er minderjährig