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Ihre Selbstbiographien nebst einer kurzen Geschichte d. Hauses Zinzendorf
Entstehung
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KURZE GESCHICHTE DES HAUSES ZINZENDORF.

grossen Naturforscher Linne, und zu Zelle mit der unglücklichenKönigin Karoline Mathilde besprach.

Nach seiner Rückkehr im Jahre 1776 legte er in seinerneuen Eigenschaft als Gouverneur, Civil-Hauptmann und Militär-Commandant der Stadt und des Seehafens Triest den Eid in dieHände beider k. k. Majestäten ab.

Im Jahre 1782 rief den Grafen ein Cabinets - Schreibennach Wien. Er verliess Triest am 7. Februar, verwaltete zwarnoch bis Ende September die Geschäfte dieses Platzes, kam abernicht wieder als Gouverneur dahin zurück.

Kaiser Josef II. würdigte den Grafen eines vorzüglichenZutrauens und eines ganz freien Zutritts und verlieh ihm am8. April 1782 die Stelle eines Präsidenten der Rechnungs-Hof-kammer und der Steuer-Regulirungs-Hofcommission.

Am 23. November 1792 wurde der Graf vom KaiserFranz II. in den huldreichsten Ausdrücken zum Staatsministerbeim inländischen Staatsrath und am 3o. Januar 1800 zum nie-derösterreichischen Landmarschalle ernannt. Am 12. April 1801wurde ihm von dem Hoch- und Deutschmeister die Stelle einesLandkomturs der Bailei Oesterreich verliehen und am 7. Märzi8o3 hatte er in dieser Eigenschaft die Ehre, Sr. königlichenHoheit dem Erzherzoge Maximilian, drittem Sohne des Erz-herzogs Ferdinand von Oesterreich-Este, in der Kirche desDeutschen Ordens den Ritterschlag zu ertheilen.

Endlich am 7. Juni 1808 wurde der Graf zum dirigirendenStaats- und Conferenz-Minister ernannt, welches wichtige Amter auch bis zum 7. December 1809, als dem Zeitpunkte einerVeränderung des geheimen Staatsrathes, rühmlich bekleidete. Aufallen seinen Reisen, welche sich mit Ausnahme der Türkei aufganz Europa erstreckten, hatte er keine einzige bedeutende, ge-meinnützige öffentliche Anstalt, keine erhebliche Manufactur oderFabrik, kein Berg- oder Hüttenwerk, keinen berühmten Gelehrtenoder Staatsmann unbesucht gelassen, und in den k. k. Erbländernallenthalben in der Hauptstadt den Rathsversammlungen derLandesbehörden beigewohnt.

Seine Reiseberichte wurden von weiland Ihrer Majestätder Kaiserin-Königin Maria Theresia mit besonderem Beifalleaufgenommen.