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Matsee, die Schlehdorfer u. Matseer
Entstehung
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b) daß die beiden Schlehdorfer als passauische Lehenleute diesen (derZeit nach) zweiten Thurm erbauten;

<z) daß also damals den Schlehdorfern die Bnrggrafschaft ver-liehen war.

Das steinerne Wighaus (Haus des Kampfes) zu Matsee war dem-nach mit Pfahlwerk oderZingeln" umgeben,') die den Zwinger oder Raumzwischen ihnen und den Mauern der Beste umschlossen.^) Ohne Zweifelstand am Fuße des Berges über dem einzigen Zugange zwischen Seeund Berg ein festes Thor.

Heinrich von Schlehdorf, den der Matseer-Codex wohl mit zu großemNachdrucke .den ersten Begründer des Schlosses Matsee" (prinrns tünäator«zastri matss) nennt, ist, wie früher nachgewiesen, für diese Zeit urkund-lich sicher gestellt, während ein Hadamar um 1200 sonst nirgends er-wähnt wird.

In den Jahren 1208 und 1259 finden sich in passauer Urkunden")die Brüder Ekkard und Hadamar (II.?) von Schlehdors alsDieustmannen.

Im Jahre 1268 tritt Heinrich (II.) von Schlehdorf seinenBesitz in Niederösterreich um Mautern, Strezing, Gerhardsdorf undAeviug l?) an das Stift Passau ab/')

Im Jahre 1289 verkaufen Ekkard und .Hadamar von SchlehdorfGüter tu Niederösterreich an Otto von Rohr, den Gemnl von EkkardsTochter.")

In den Jahren 1290 und 1292 sind die Brüder Ekkard undHadamar mehrmals in Urkunden beglaubigt.°) Ekkard ist Zeuge zuZeiselmauer. Im Jahre 1290 verkauft Otto von Rohr die Güter derSchlehdorfer an den Bischof von Passau.

Hierauf verschwinden, soviel bekannt, die Schlehdorfer aus den Ur-kundenbüchern.

Klöster und Hochstifte trachteten seit dein 13. Jahrhunderte sich dererblichen Bögte zu entledige», sowie die erblichen Gerichtsämter auf die

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2) Sntzb. Culturg. p. 47.

AI. L. xxvix 1>, p. 130 und Ober'österr. Urkundenb. III., 251 oclxv.0 AI. ö. xxviii d, x. 387.

AI. L. xxixti, x. 145.

°) Urkdb. Obexösterr. IV. p. 127, 172.