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Matsee, die Schlehdorfer u. Matseer
Entstehung
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I. Mojtcr und Stift Matsee.

Das Stiftungsjahr des Klosters Matsee nmtasaoverliert sich in das graue Alterthum der agilolsingischen Herzöge vonBayern. Aventin, der Vater der bayerischen Geschichte, schreibt dieGründung dein Herzoge Tassilo zu, der, wie bekannt, im Jahre 788den Sturz seines Hauses und die Vereinigung Bayerns mit dein ReicheKarls des Großen erleben mußte.

Nach dem Untergange der Agilolsinger ging die weltliche Oberhoheitüber die Abtei Matsee an die Frankenkönige über. Unter Ludwig demFrommen (8l4^840) erscheint Matsee unter den königlichen Klöstern,die im Kriegsfalle keine Mannschaft zum Heerbanne stellten, aber umSieg für die königlichen Waffen zu beten verpflichtet waren. DiesesSchntzvcrhältniß schien dem Stifte größere Dauer und Selbstständigkeitzu verbürgen, aber es lag darin doch der Keim seiner Gefährdung fürdie Zukunft.

Die Eigenschaft einer königlichen Abtei schützte Matsee in seinemweltlichen Besitze vor der Abhängigkeit von den Bischöfen. Bei derAusscheidung der bischöflichen Sprengel Bayerlandes unter Herzog Otilound mit Einwirkung des Wandcrbischofes Bonifacius um 740 wurdeans die Gangrenzen Rücksicht genommen. Im Osten der Salzach warendie Marken des Salzburg- und Matagaues zugleich die Grenzen derBisthümer Salzburg und Passau. Matsee und Mondsee lagen imMatagaue und so bestandeil überhaupt zwischen dem Bisthnm Salzburgund der Abtei Matsee vom Anfange keine oberhirtlichen Beziehungen.

Unter den merowingischen und karolingischen Frankenkönigen warman gewohnt, Klöster und Abteien mit Rücksicht auf ihren Güterbesitzwie andere weltliche Lehen zu vergeben, in der Art, daß ein Theil derLeheneinkünfte dem Belehnten zufiel, der Rest aber für den Bestand des

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