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Die Aargauer Gessler in Urkunden von 1250 bis 1513
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1318, 23. März, Kloster Gnadental.

Ulrich der Meier von Rordorf stattet seine drei Töchter aus:Margret, Katharina und Richenza, zum Eintritt ins Kloster Gnaden-tal mit mehrfachen, ihnen zu lebenslänglicher Nutzniessung dienen-den und nach ihrem Tode dem Convente zufallenden Liegenschaf-ten; darunter: »ein acher, lit ge Degrang, den Heinrich Geflerbüwet, gilt ein halben müt Roggen.«

Klosterarchiv Gnadental.

Zeitschr. Argovia V, S. 34, no. XIX. Vgl. Regest 1315, 13. Juni, Mellingen.Degrang ist die Ortsbürgerschaft Tägerig, aargau. Pfr. Niederwil, Bez. Brem-garten .

1319, 14. Mai, Kolmar.

Item aber Hergog Lüpolt solt gelten Heinrich dem Geffleryl Mark filbers vmb zwey Rof. da für uerfatgt er im ij Markgeltg vf der vffern Stüh ge Wolhvfen. Geben ge Kolmer, an demMentag vor dem Vffart tag M. CCC. XVIIIj. [Difen brief hatHeinrich Geffler],

Staatsarchiv Luzern : »Copyen» Va, 6. Kopp, Gesch.-Bl. 2, 151.

Die Herrschaft und spätere Grafschaft Wolhusen , mit dem gleichnamigenBurgflecken im luzern. Amte Sursee, umfasste hauptsächlich die nachmalige Land-schaft Entlebuch und steht so als Offitium Wolhusen verzeichnet im Habsburg-österreichischen Urbarbuch. Die Einheit der Adelsgeschlechter Wolhusen und Roten-burg ist wahrscheinlich. Die Herrschaftsrechte waren getheilt unter den Inhabernder Innern und der Aeussern Burg zu Wolhusen, rechts und links der Emme. Darau sbildete sich das Innere Amt, welches das Land Entlebuch umfasste, und das AeussereAmt mit dem Hauptort Ruswil und mehrfachen Gütercomplexen, die in den Ortenund Vogteien Willisau, Sursee, Rotenburg und Münster zerstreut lagen. LetztererTheil war zu Anfang des 14. Jh. herzoglich österreichisches Lehen geworden undauf die dorten fällige Steuer ist Heinr. Gessler angewiesen; seit 1370 sind dannbeide Aemter in der Hand Oesterreichs vereinigt. Vgl. Segesser, luzern. Rechts-gesch. I. 521, 565.

SchafThausen, Ulrichstag, 4. Juli 1319.

*Vom Schaffhauser Kloster Allerheiligen haben der gestrengeRitter (strenuus Miles) Herr Heinrich Geffeler, und UoIri-dis und Ruodolf, zu dritt Gebrüder, den Laienzehnten im Kirch-spiel zu Stouffen (Staufen bei Lenzburg) zu Erblehen getragen umden jährlichen Zins von 16 Mütt Weizen, i Mütt Bohnen und30 Pfennig landläufiger Münze, sie senden denselben dem AbtConrad und dem Convente obigen Benedictinerklosters freiwilligauf, worauf er dem Klarissenkloster Königsfelden verliehen, durch