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Die Aargauer Gessler in Urkunden von 1250 bis 1513
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Zurlauben, Miscellanea hist. Helvettom. III , fiag. goi Rennwart Cysat,Hf .- Collectaneen A 176 b, eine zwanzig Foliobände starke Hf.-Sammlung auf derluzern. Stadtbiblioth. Schneller, Ausg. der Chronik des Melchior Russ, im Schweiz.Gesch.-Forscher X, S. 68, Note 98.

Ueber das Falsiflcat, welches in dieser Cysat' sehen Inscription steckt, handeltmein »Teil und Gessler«, S. 322.

Ca. 13001315.

Ein pergamentener Stadtrodel der Stadt Bremgarten, im dor-tigen Archiv, ohne Datum, jedoch nach Schrift und Sprache mitSicherheit dem Anfange des 14. Jh. angehörend, zählt diejenigenPlätze der Stadt auf, wo Wachten aufzustellen sind:

Dis sind der burger wachte,no . 4: Ovch ist ein wachta vf dem alten turne vnd ein weg darzü,den nieman bekümberren sol, vnd vf der gesleren hvs sol ochein wachta sin vnd ein weg, den nieman beschliessen sol. vf demnüuuen turne gun tor sol och ein wachte sin.

Die genannten Thürme und Häuser lagen alle an der Umfangsmauer derStadt. Der Alte Thurm ist der i. J. 1802 eingestürzte Hochwacht- oder Platzthurm;der Neue ist der sg. Spitalthurm, früher oberes Thor, gegenüber der Post gelegen.Also muss der Gessler Plaus zwischen diesen beiden Thürmen gestanden haben,nemlich an der Ringmauer zwischen der Grabenbrücke, welche aus der Stadt in dieZürcher Landstraf5e führte, und dem oberen Thore. Diese ganze Häuserreihe istverschwunden, ebenso die Ringmauer, seitdem die neue Zürcher Landstraße im Be-ginne der Dreissiger Jahre gebaut wurde, und an der Stelle der Häuser befindensich nun Gärten.

Vom gleichen Rodel sind im dortigen Archive zwei Abschriften aus dem Ended es 15. und Anfange des 16. Jh. vorhanden; sie geben obige Stelle wörtlich copiertund ohne Aenderung der Localnamen wieder, obwohl die Besitzer der genanntenHäuser »Zum Thore« damals sicherlich längst gewechselt hatten.

Brieflich mitgetheilt am 9. Dec. 71 durch Hrn. Fürsprech Plac. Weissenbachv. Bremgarten, Präsidenten des aargau. Gr. Ralhes.

1315, 23. Mai, Basel.

Herzog Lüpolt von Oesterreich [der Alte, hier urkundend unterseinen achterlei Titeln; gelobt, dreien Basler Bürgern 100 ti. Pfen-ninge schuldig geworden zu sein und dieselben innerhalb vier Monateauf nächstfolgenden Frauentag im Herbste zu bezahlen; wo nicht,so haben für ihn am gleichen Tage zu Basel sich in Geiselschaftzu stellen: Ulrich v. Büttikon, unser Hofmeister; Hartman v. Teger-feld, unser Marschal; Ulrich v. Schalkon, unser Schenke; Johannv. Tor, unser Kammermeister; Peter v. Regensheim, Ritter; und