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Im Jahre Z75H und sodann auch im Jahre Z7SS wurden mir von der knrsächsischenRitterschaft über den alten Adel, Ritter- und Stiftmäßigkeit der v. Werth er und meinerübrigen Ahnengeschlechter ein Attestat»»: gegeben. Euer ksochwohlgcboren haben auchvon dem letzter», als welches in der besten Form ist, eine Abschrift in lhandcn. In beidenist das von Wcrtherischc Wappen so wie es sich in unserem Stammbaum vorfindet obenangesetzt, nämlich einen grauen Wolf zum Aufsatz oder läclmzierde habende. Mit ebendiesem Wappen ist schon wenigstens vor so Jahren mein seliger kjr. Vater für neu-anfzunehmcnde Domherrn bei dem hohen Do inst ist Eichstädt als Adjnrant zugelassenworden, und also bin auch ich selbstcu bei dein Höchen Domstift-Staffcl aufgeschworenworden. Der berühmte Johann Siebmachcr in seiner 8. Ausgabe von zsos schildert dasv. Werthcrische Wappen auch mit einem grauen Wolf, und seine Beschreibung davonlautet wie folgt: „Das erste Feld gelb (etliche haben es weiß), der Low darin roth; daszweite Feld schwarz, der Ast samt den Blättern darin gelb. Auf dem ljcln: ein gelbeKrön, der Wolf in seiner Färb mit einer gelben Krön. Die Feder darauf roth, gelbund schwarz, die lhelmdcckcn desgleichen." Dieser Beschreibung kommt nun unser Wappenvollkommen bei, nur daß aus versehen des Malers das Schwarze sich nicht deutlich genugin der Zhelmdeckc findet. Es wäre also allerdings nicht wohl zu begreifen, wie dasv. Wertherische Wappen bei dem Höchen Deutschen Grden einen schwarzen Wolf ohneGhrcn, in den Wappcnbüchern der kursächsischen Ritterschaft gar einen schwarzen Bärenmit einem kfalsband zum Aufsatz und velmzierdc haben sollte, wenn nicht aus der Ge-schichte bekannt wäre, daß öfters und zumuten zur Zeit der Rittcrspiclc sich verschiedeneÄste der nämlichen Geschlechter durch kjelmzicrdcn und thclmdeckcn unterschieden hätten;wie ich dann selbstcu hie zu Lande Familien kenne, so alle ihr uraltes Wappen gleich,ihre Zierden aber sehr verschieden haben. Es ist also zu vermnthen, daß man bei wei-teren: Nachsuchen wohl auch die v. Wcrthcr mit dem grauen Wolf vorfinden werde. Beiwelchen: allen zu merken, daß die v. Werther, so wir führen, aus dem kfause Beich-lingen sind.
August Christian U)ilhelm,
Stittrr ficr nork blubcmlc» Monmgcr Hnmrke,
gcb. 7. Aug. 1697 auf Ncuhaus (Gesch. 1138), ch 4. Nov. 1765 zu Morungen,beiges, in Rötha 8. ej. von Jägern und Bergleuten mit einem solennen Leichen-kondukt (des 1717 ch Christian Ludwig v. E. und der 1720 ch Eleonore Sophiegcb. v. Werthcrn 10 r Sohn), gräfl. stolbcrg-stolbergischer Hof-Jägermeister. Beider brüdcrl. Thcilung 1718 erhielt Christian das Dorf und Vorwerk Morungenund der Amtsforsten (Gesch. 1150 u. 1165 u. 5. Folge 124). Am 24. Juni1720 kaufte er von seinem Bruder Karl für 11 000 Mfl. das Dorf und Vor-werk Horla, und zwar wicderkänflich nach 9 Jahren und falls die Wiedcr-cinlösung nach dieser Zeit nicht erfolgen sollte, alsdann von 6 zu 6 Jahren;Karl's Lchnstamm von 6000 Mfl. mußte aber auf Horla stehen bleiben (5. Folge141 ff.). Gemäß des Testaments des 1757 ch Major Wilhelm erhielten derJägermeister Christian und dessen 3 Söhne 1r Ehe; Friedrich, HeinrichK. Wilhelm und Karl, Antheile an den von dem Major Wilhelm hintcr-lasscncn Gütern. Der jüngste Sohn Karl starb 1764 vor seinem Vater, dernun das des verstorbenen Sohnes seinem in 2r Ehe 1762 geborenen SohneGottlob vermachte (4. Folge 321). Nach des Jägermeisters Tode besaßenseine 3 Söhne Morungen und Horla in Gemeinschaft. Horla wurde 10. April1778 wieder eingelöst, Morungen aber kam in alleinigen Besitz des jüngstenSohnes Gottlob.
Vcrm. I) 1730 mit Johanne Louise (ch 1752), des kursächs. Sequestrations-Dberforstmcisters der Grafschaft Mansfeld Kaspar Heinrich v. Ingersleben auf