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7. Briefe des Oberforstmeisters v. Hausen an Graf Friedrich v, E.
II. Kassirte Bcrschrcibung des Grafen Friedrich v. (5. an seine 3 Schwestern über 990 Thlr.
Silber.
18. Quittungen von dem Herrn und Frau v. E. zu Mannheim über empfangene Gelder w.
(Z. Folge 1K8).
1V. Briefe von dem Dom-Kustos Franz Karl Frhrn. v. E. zu Basel au den Grafen v. E.
In der Registratur befindet sich an Schriften (g Nummern).
Leinungen, den 1. Oktober 1773. Wilhelm v. Tberstein.
Christinn Ludwig Martini.
Die Erben des Obersten Joh. Karl Fricdr. Fried. Frhrn. v. Ebersteinwaren seine Witwe, seine Tochter Charlotte und seine beiden Söhne: HofrathWilhelm und Kriegsrath Karl. Nach des Obersten Tode verwaltete von 1778bis Oktober 1781 der Rath und Amtmann Rudloff nicht nur die Justiz, son-dern auch die Ökonomie des Amtes Leinungcn im Ganzen, brachte aber allesin die traurigste Lage. Über die Theilung des väterlichen Nachlasses gericthendie beiden Brüder Wilhelm und Karl mit einander in einen Rcchtshandel, dernach fruchtlos abgelaufenem Vorbcschiede p. Dekret zum Apcllat.-Gerichte gedieh.Endlich kam ein Theil- und Auseinandcrsctzungs - Rezeß v. 23. Juli 1791 bisre8p. den 2. Aug. cch n. zu stände. Der jüngere Bruder Karl erwählteLeinungeu, der ältere Wilhelm erhielt demnach Horla. Für die Wohnungund Gebäude zu Leinungcn als Übermaße wurde der Hofrath von demKriegsrathc dadurch entschädigt, daß er zwei auf rittcrfreiem Grund undBoden stehende Häuser eigenthümlich erhielt. Gerichte und Jurisdiktionblieben gemeinschaftlich, ^/z dem Kriegsrathe Vs dem Hofrathe. Und endlichwurde dem Hofrathe das Wiedercinlösungsrecht von Rötha allein über-lassen, welches derselbe aber schon am 8. Aug. desselben Jahres seinem BetterGottlob Frhrn. v. Ebcrstein auf Worringen unter der Bedingung, daß ihmeine Remuneration von 250V Thalcrn gezahlt nnd der Leinunger Bnckhaus-zins zu seiner Disposition überlassen würde, abtrat (3. Folge 80 ff. und5. Folge 175 ff).
Ein gleicher Eifer, wie den noch in seinen letzten Lebensjahren in derBiencnarbcit des Aufspürens und der Zusammenstellung der Materialien zueiner Familiengeschichte begriffenen Grafen Ernst Friedrich v. Eberstcin,beseelte auch seinen Großneffen, den sächsischen Hof- und Justitien - Rath Wil-helm und dessen Better, den späteren großhcrzogl. frankfurt. StaatsministerKarl Theodor Frhrn. v. Ebcrstein (Näheres 3. Folge 82 und 5. Folge296—308).
Wilhelm erreichte kein hohes Alter; er starb 58'/^ Jahr alt am 1-1. Mai1811 infolge einer fehlerhaften Zahnoperation. Hierüber gicbt sein letzter Briefan seinen Sohn Gustav (meinen Vater) vom 11. März 1811 nähere Mit-thcilung. In demselben heißt es:
„Bnn erst seit 7 Tagen kann ich sagen, das; ich dem Tode entgangen — nacheiner 19 monatlichen Krankheit durch das Zahnherausnehmcn eines Zahnarztes inTöplitz, der den Kinnbacken ladirtc nnd dein Backen eine Wunde beibrachte, die bei üblerBehandlung mich beinah um den ganzen Kinnbacken gebracht hätte. — Gb meine Kräftenoch hinreichen werden, da ich seit 7 lllonaten nicht ans dem Zimmer nnd Bette gekom-men, weiß Gott. — Schreibeil kann ich nicht viel. Gott befohlen — ich muß die Federweglegen."
Wilhelm hinterließ die Witwe, Johanne Eleonore geb. v. Teutscher (geb.10. Aug. 1749 zu Leipzig, H 25. Januar 1823 zu Dresden), 7 Söhne und2 Töchter.