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Nicht allein die Geschichtsforscher von Beruf, fondern immer weitereKreise der Gebildeten werden von dem löblichen Bestreben geleitet, zumvollen Verständnisse der sie in praktischer Beziehung vielseitig in Anspruchnehmenden Gegenwart den prüfenden Blick zurückzuwenden zu der Ver-gangenheit des eigenen Volkes, da in ihr erst für viele Zustände der Ge-genwart die Keime und Wurzeln aufzufinden sind. Regt sich zwar in allenständen diese Ginsicht, so fängt aber insonderheit der deutsche Adel an,aus der Geschichte seines Ursprungs und seiner Vergangenheit seinen schö-nen Beruf für die Gegenwart zu erkennen und sich demselben in dein ihmangeborenen Pflichtgefühle zu weihen, getreu der ihm von jeher leitendenPrincipien: „Unabhängigkeit charaktervoller Gesinnung, bei Einfachheitund persönlicher Anspruchslosigkeit freudige Pingabe an das Allgemeine,an Thron und Vaterland". Und mit inniger und erhebender Freude mußes ihn erfüllen, wenn er diese seine Zdeale in voller schöner Wirklichkeitverkörpert sieht in der ehrwürdigen Person seines greisen Kaisers und desdem Throne am nächsten stehenden ersten Adligen; in um so regerer Nach-eiferung daher muß der ihm durch seinen Bland und seine Vergangenheitgewordene sociale Beruf ihn zu gemeinnütziger, den: ganzen Volke zu Gutekommender Thätigkeit bestimmen. Aber auch denjenigen, welche sich zu-nächst der mehr theoretischen, der zwar bloß historischen, indessen doch denWeg bahnenden Seite des Berufes widmen, wird förderlichste Aufmunterungin ihren in vieler Beziehung nicht allein mühsamen, sondern auch oftrecht trockenen Vorarbeiten auf diesem Gebiete zu Theil durch die wohl-wollende Antheilnahme, welche Se. Ulajestät der Kaiser und König undSc. Kaiserl. und Königl. poheit der Kronprinz aus selbsteigenem, einge-henden sachlichen Verständnisse solchen Bemühungen und Arbeiten entgegen-tragen. So ist der Perausgeber so glücklich, nicht sich allein für seine Person,sondern zugleich alle Arbeitsgenosscn auf den: Felde urkundlicher Geschichteder alten deutschen, durch ihre Geschicke mit dein gesamten Leben der Nationverflochtenen Adelsgeschlechter hochgeehrt zu fühlen durch folgende Zuschriftenvon höchster Stelle:
Sie luckeu üie Güte gewebt, Mir nbcrmnl.s eineu Mecletrng Zu eleu Wer-ökkcntlicleungcn über «lie Gesrluelttc Meres flümses Zu senilen uiul Miele eln-üurcle Zu nukrirbtigem Dnnlee reegtlübtet, eveleleen Irl« Ilmen leierneit nusZu-Sprecleen nielet untcrlnsse. Neues K»l»i.s bei Hotsilmn, eleu 18. Keptenebrr 1878.
cheie ü r i rb WilleeI m.
und
Urb luchc Mre kreumllirbe Semlung rem 23. el. Mts. mit leblmktcm Interesseenepknngcn nml nclunc gern Uernnlnssung, Almen bestens üukiir Zu weichen.Herlin, eleu 31. Jeecneber 1879.
chrie >l r i rb M ilbe l m.perrn Louis Ferdinand Freiherrn von Eberstein zu Dresden.