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Folge 3 (1880)
Entstehung
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gleichlichen Tugenden cmfs cnserstc nachgestrcbet, und die Äsriten seines Hauses durcheigene zu vermehren getrachtet hätte, jenes klugen Ililtorisi Worte wohlcrwegeud,

!dlon äs inagnis olko, Isä maAnnmDklo, innFnuiu okt.

Und daß Adel ohne Tugend zwar ein .ludst doch ohne Strahlen znnennen setz. Wasvor Etifer der Hvchstseeligc jederzeit in der Gottesfurcht erwiesen, was vor Flammensein Hertz gegen GOtt und sein Wort gcheget, ist denen jcnigcn, welche das Glückgehabt, zeit seines Lebens stets um ihn zuseyn, tief genug ins Hertz geschrieben.

Die gnädige Dont'srirungcn hoher DIwrg'ou legen überflüssige Zeugnisse abe,wie hoch seine Gelehrsamkeit auch von auswärtigen hohen Häuptern'timiret worden.Ja Hohe und Niedrige können nicht ohne Thräncn an des Höchstsecligsten treueFrenndschafft und Aufrichtigkeit gcdenckcn. Und wer woltc zweisfcln, daß es derselbein dieser Zeitlichkeit durch seine hohe Zlsritsu nicht ans den höchsten Gipfel irdischerGlücksecligkeit hätte bringen sollen, wofernc nicht die mißgünstige Nalaäio, und derknrtz darauf erfolgte Tod letzdcr solches verhindert hätte. Durionls Reisende meldennicht ohne Grund, daß der Palmbaum, ob er gleich in heissen Sand gcpflantzct, undvon der grösten Sonnen-Hitze heimgesnchet werde, dennoch seinen Vixsur und Krafftbehalte, dieses hat einen gelehrten Kopsf bewogen, solgende Ubcrschrifft zustellen,

Ms in aciclo äetteit.lvenn gleich das Lreutze drückt,

Gedult doch Labsaal schickt.

Und das war auch, Höchstgcschätzte, die starcke Rslotntion nnsers Hochseeligcn,welcher zivar in seiner schmcrtzhafften Kranckhcit durch harte Crentzcs Hitze hcimgesuchctIvurde, dennoch aber in dem grösten Jammer freudig war, in dem Er durch dieChristliche Gedult wundersam belebet wurde. Aber, o schlechtes beleben, wo die Lcbens-Geistcr entzogen werden, v unangenehmer Flor, wo Frucht, Blüte und Krafft sich zu-gleich verlieren. O Jammer! was fället mir in des Höchstseeligcn Wappen vor einschreckendes Dontr-rtait in die Augen? Ist es nicht eine schwartzc Mohrin, die ihrerHände beraubet? vielleicht hat die graue Vorwclt hierdurch anzeigen wollen, daß auchdie vornehmsten Damilion dem gransahmen Schwcrdt des Todes herhalten müssen,und durch die allznscharffen Draeonischen Gesetze der Sterblichkeit in schwartzcn Botzund Flohr sich einzuhüllen genöthiget werden. Habe ich Erlaubnis;, will ich, meineIntention desto besser zucrklärcn, folgende Worte über dieses zerstimmeltc Bildniß setzen

Lolo terrst atpoetu.

Aus diesem Lüde qvillt ein schwacher n.odcs-Bach,

IDcil nur ein Augenblick kau auspressen U?ek und Ach.

Als der gelehrte Uimnellus einem in ehelichen Stande erblaßten Fürsten einigeSchilder auf seinen Sarg verfertigen solle, so befahl er, ein von dem andern weitabgesonderten und verdorrten Palmbanm abzuschildern, mit der Beyschrisft:

Donos t'osinta.

Das Band muß mir das Glücke geben,

Und mich im Tode selbst beleben.

Um dadurch anzuzeigen, daß, so lange dieselben von einander entfernet, und dasBand der Einigkeit zurissen, so lange müstc auch der Flor entfernet scpn.

Richten wir, Hochgeschätzte, unsere Augen »ach den höchstbctrübten Eltern, hohenHanse, und allen Angehörigen, und betrachten zugleich, wie schmertzlich der Riß

zwischen