nun das Band naher Anvcrwandschasft mit diesen? Hause aufs genaueste verbindet,also ist kein Wunder, daß, da Angst und Schincrtz fesselt, meine Zunge nichts als halb-gebrochene und unvollkommene Worte hervor zubringen vermögend. Das schmcrtz-haffte Schicksal stellet mir noch täglich des Seeligst Verblichenen hohe illerlten nebstdessen ^lorisutsn Wappen vor Augen, denn in demselben erblicke ich einen Triangel,als ein Zeichen der Vollkommenheit, welcher an denen drev Ecken mit Lilien ge-zieret. Solte ich irren, wenn ich sagte, daß die graue Vorwclt diesen nicht umsonstder Ebcrstcinischcn I^milio ins Schild gcsetzct, als zuvor wissend, daß der Höchst-seeligste seinen berühmten Vorfahren an Vollkommenheit der Tugend wo nicht zuvor,doch gleich gehen werde? Die dreh Lilien stelle?? vor des Höchstseeligstcn drey Haupt-Tugenden, die er besessen, ich will sagen, Gottesfurcht, Leuckition uud Aufrichtigkeit,ohne welche auch die gröste Vollkommenheit unvollkommen zuncnnen. Als Uonitius I.Hertzog von Parma in sein Fürstl. Erbbegräbnis? gebracht wurde, sähe man eine??Schaupfennig, anff welchem etliche Lilien, so von? Stamm abgeschnitten, zusehe??, mitder überschrifst:
Lt avukla, kloreleunt.
Um dadurch anzuzeigen, daß obgleich virtueulo Personen durch die Todes Sichel, ab-gehauen werden, sie dennoch der Seele nach in? Himmel, ans der Welt aber durcheine unsterbliche Tugend ?a?na. blühe??.
Ja so offt wir Sterblichen die schonen weissen Lilien in den Gärten prangensehe??, so offt stellen Ivir uns das (kontratäit eines heiligen und GOtt wohlgefälligenChristen vor, dergleichen Original der Höchstseeligste gewis Zeit seines gantzen Lebensin der That xrwt'ontirct. Von jenen? Saltzburgl. Bischoffe Vitali meldet der ????> dieblilborien liebende Welt höchst verdiente kZiltorieus Hübner, daß nach seinen? Todemitten aus dein Hcrtzen durch den Marmornen Lcichenstein eine weisse Lilie zun?Zeichen seiner in? Lebe?? ungefärbt erwiesenen Listet hervorgcwachsen, dieses lassenun dahin gcstellct setz??, doch bin geivis versichert, daß ii? des Höchsecligsten Hertzendcrgl. unschätzbare Lilie ungefärbter Gottesfurcht allezeit anzutreffen gewesen. Istmir vergönnet, wil ich über diese weisse Lilie jenes Gelehrten gelehrte Worte stellen
(lum eanäoro ockor.
Um dadurch zu bezeugen, daß der Höchstseeligste stets nichts, als Frömmigkeit,Ausfrichtigkcit und andere Hoch-Adel. Tugenden von sich blicke?? lassen. Der gelehrteLliniu« nebst den Ruellio, hat bcy denen Lilien eine besondere Fruchtbarkeit obl'orviret,wie er de???? bezeiget, daß wohl ehe SO. und mehr Zweige aus einer Pflantze hervorgcstammct, dieses nun hat sonderzwcisfel den um die gelehrte Welt so hoch moritirtenSeeleonclortk bewogen, davor zuhalten, daß man einen reli^ionlen und tugendhafftenHof nicht besser, als unter de??? Bilde eines llurirenden Lilien Stocks vorstellen könte,als in welche??? schöne Bluhmen, der Kirche und Rexudlie anzutreffen, mit derÜberschrifst?
dliüil koeeunckiuü.
Habe ich Urlaub, Ivil ich dieses von allen g'Iorieut'en I'unliliv?? sagen, unterwelchen gewis des höchstseeligste?? Herr?? von Ebcrstcins berühmte Stau???? nicht dergeringste sehn wird, als in welchen? von nndcncklichen Jahren her Helden in 'LoZ?? >ü:LaZo geblühct. Fürwahr ein grosses Glück, daß sich der Höchstseeligste einen beglücktenZweig eines so weit ausgebreiteten und vornehmen Stammes nennen dürffcn. Erselbst aber achtete dieses gering, wvfernc er nicht seiner berühmte?? Ahnen niever-gleich-