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Folge 3 (1880)
Entstehung
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zwischen dcnenselbcn und dein Seeligsten setz, o, so werden wir bewogen, ausznrusfcn:

Dormo loeinta.

Darum, so lange diese thcnre Seele mit diesen theurcn Liebhabern nicht vcr-bnndcn, so lange scheinen ihre Blnthen abgebrochen, nnd ihr Flor in eine VcrwelckungVerwandelb Doch was Vcrwelckung, wo das Blühen erst recht angehet und dieFrüchte mit doppelter Schönheit im Himmlischen Paradieß erlanget werden? Himm-lisch gesinnte Christen, wann sie Christlich railonircn wollen, müssen keines Weges aufdas Indische und Vergängliche, sondern ans das überirrdischc nnd unvergänglicheihre kluge Uotieotion machen. Wann jemand in höhern und vornehmern Bedingungenaufgenommen wird, so hat man nicht ursach, sich deswegen znbcklagen, wohl aberseine Freude zubezeigcn. 'Solte uns nun nicht hierzu das Glück des Höchstsecligcnbewegen, als welcher nach vielen erworbenen Tugend-Schätzen und unvergleichlichenKorkten das Kleid der Jrrdischen Verwesung abgclcget, und in des allergröstcnHimmels Monarchen Bedienung aus ewig gegangen. Thuc ich noch einen Blick indas so offt gedachte Ebersteinischc Wappen, so ersehe ich in demselben mit grösterFreude zwey strahlende Cronen im blauen Felde, Ohne Zweifsel stehet der Höchstsceligeallbereit vor seinem GOtt im Himmlischen Felde, mit der unschätzbaren Crone derGerechtigkeit gecrönet. Ilsnrions III. König von Franckreich, da er so wohl diePohlnl. als Frantzösische Crone erlanget, lies zu seiner Vergnügung eine drchfacheCrone mahlen, mit der anmuthigen Beyschrifst

Dnas Torrn. tortiam (loslnm.

Zwey Cronen giebt die Welt, die dritte schcnckt der Himmel,

Durch Gottes gnaden bland, drum weiche lveltgetümmel.

Solte ich irren, wenn ich sagte, daß der Secligste aufs der Welt gleichfalls zw«hCronen, nicht allein in Wappen, sondern auch in der That besessen, als die Croneder Gottesfurcht? und Gelehrsamkeit, ach nein, ich vereinige demnach dieselben mitder dritten, einer weit kostbahren, nemlich der Himmlischen. Sie werden mir, Höchst-geschätzte, allerseits Bepfall geben, wenn ich sage, daß das gröstc Glück nnd Glantzvon der Himmlischen zu erlangen sey, mit welcher der König aller Könige des Scelig-stcn Herr» Hof -Naths crhöhcte Seele, begnadet, welcher Glantz mit der Ewigkeit ver-bunden, und derer Schein nimmermehr vcrdunckelt werden kan. Gewiß, so offt ichmir des Höchstseeligen unaussprechliches Glück vorstelle, so offt erinnere ich mich anDranoilci II. Hertzogs von Nilniio schönes Sinnbild, welches eine Crone prsslontirete,mit zwetz angenehmen Oehlzweigen umwunden, nebst bcygcfugter Erläuternnge

Salus Ä Victoria »ultra.

Wer durch Triumpff erlangt den Frieden,

Den kan kein Unglück nicht ermüden.

Hatte dieser erfrenete Printz sein indisches Abschen auf den beglückten Znstandder Aeylemckischcn Kexublio, O so können wir von weit grösser» Glücke sagen, wennwir unsere Augen nach der Himmel-Burg wenden, und daselbst den Höchstseeligstenerblicken, wie er mit der weitstrahlcnden Crone der Gerechtigkeit gecrönet, welche mitden Oehlzweigen des Friedens mit GOtt und einer immerwährenden Glückseligkeitumwunden, lind was Wunder, Wunder, wenn der Hvchstsceligste uns diesen Augen-blick aus dcni erhöhcten Himmels Schlosse znrnffet:

Nie Salus >üi Victoria noltra.

Wer durch Triumpff erlangt den Frieden,

Den kan kein Unglück nicht ermüden.

O