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Folge 3 (1880)
Entstehung
Seite
275
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Kingang.

Enn die Gerechten werden weg gerafft für dem Unglück; Und die rich-tig für sich gewandelt haben, koinmc» zum Friede, llel. 57. v. 1. 2.

Mit diesen Worten zeiget eben dieser Prophet des HErrn Jesaias die hei-

^ ^Alige Ursachen des Allerhöchsten an, warum Er zuweilen die ansehnlichste»

und nützlichsten Männer durch einen frühzeitigen und doch seeligcn Todvon der Erden weg nimmt, daß solches geschieht nicht zu ihrem Verderben, sonderndamit ihre Augen nicht sehen das grosse Unglück, das GOtt über die Einwohner desLandes um ihrer grossen Missethat bringen wil, sondern sie im Friede zu ihren Väterngesammlct werden. Wir sehen in diesen Worten den seeligen Abschied der Gerechten,wie er zu ihrem besten gereichen muß. Die Gerechten sind hier nach der Meinungdes Propheten nicht diejenigen, die sich ans die Gerechtigkeit des Gesetzes verlassen,mit derselben für Gott zu bestehen. Die Nichtigkeit derselben hatte der Prophet desHErrn im Nahmen der gantzen Israelitischen Kirche entdecket, wenn er sprach llsl. 64. 6.Aber nun sind wir allesammt wie die Unreinen, und alle unsere Gerechtigkeit ist wieein unflätig Kleid. Wir sind alle vcrwelckt wie die Blätter, und unsere Sünden führenuns dahin wie der Wind. Das ist auch die Ursach, daß der thcnre Rüstzeug Paulusvon dem vergeblichen Bemühen Israels saget: Israel hat dem Gesetz der Gerechtigkeitnachgestanden, und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen, Warum das?Darum, daß sie es nicht aus dem Glanben, sondern aus den Wercken des Gesetzessuchen. Uom. 9. 31. 32. Sondern die Gerechten sind, welche durch das lebendigeErküntniß des HErrn Meßiä gerecht worden sind, welcher ihre Sünde getragen hatckol. 63. II. Gerechte, welche durch den Glauben an JEsum CHrist die Gerechtigkeiterlanget, die für GOtt gilt Rom. 3. 24. Sie werden ohne Verdienst gerecht ans sei-ner Gnade, durch die Erlösung, so durch Christum JEsnm geschehen ist, welchen GOtthat vorgestellt zu einem Gnaden-Stuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit Erdie Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete, in dem, daß Er Sünde vergicbet v. 26.Auf daß Er allein gerecht setz, und gerecht mache den, der da ist des Glaubens anJEsu. Gerechte, welche auch der Gerechtigkeit des Lebens nachjagen, daß sie richtigwandeln, ihr Fuß gehet richtig ?l. 26. 12. Sie wandeln für dem HErrn und sindfrvm. Eon. 17. 1. Das Wort des HErrn ist ihres Fusses Leuchte, und ein Lichtans ihren Wegen. ?lal. 119. 195. Sic gehen ihren Weg unsträflich, denn sie haltensich nach dem Wort des HErrn. v. g. Sie sind reines Hertzcns, und haben unschuldigeHände. ?I. 24. 4. Ihr lebcnlang haben sie GOtt für Augen und im Hcrtzen, undhüten sich, daß sie in keine Sünde willigen, und thun nicht wieder GOttes Gebot,lob. 4. 6. Sie führen mit Recht den Nahmen v. 1 Man mag solches ver-stehen aotive, von gutthätigen und barmhertzigen Leuten, die sich gegen die Dürfftigengutthätig und liebreich erweisen; oder pasllve, denen vom HErrn Güte und Barm-hertzigkeit wiederfahren, daß sie auch an ihren Ncchsten Güte und Barmhertzigkeit er-weisen, so ist ihr Wandel für dein HErrn richtig. Sic weichen von dem Wort desHErrn nicht ab, weder zur Rechten, noch zur Lincken los. 39. 21. Diese Gerechtewerden von GOtt begnadiget mit einem seeligen Abschied, Sie werden weg geraffet, in welchem Wort eine Gleichnis; Rede ist, genommen von klugen nnd ver-ständigen Leuten, wenn sie sehen, daß der Feind in ein Land einbrechen wil, odereine Stadt belägern, so nehmen sie ihre besten Sachen nnd edelste Kleinodien, und18* bringen