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löblich zu regieren. Er wil wegnehmen weise Werck-Leute die Häupter
unter den Künstlern, die in der NniRsmaligvo, Bau-Kunst, und andern trefflichenWissenschaften was ungemeines gcthan haben, derer man weder im Kriege noch Friedeentbehren kau. Er wil wegnehmen kluge Rcducr, derer beredter Mund ist wie einflicffcndcr Strohm, der mit seiner Liebligkeit das gantze Land erfrischet, Redner, diein tiefen Reden geübet sind, wie das Ilodr. Wort .... anzeiget, und denen Fürstenkönnen dienen, und bey den Herren seyn. 8ir. 39. 4. Das ist das Werck, das derHErr thnn wil. Ach! daß nicht gegenwärtige Trauer-Bühne die Erfüllung diesesWorts des HErrn bey uns bestätigte! Allein wir müssen klagen, daß GOTT nachseinem Rath einen Hochansehnlichen Dom-Herrn, einen weisesten Hof- und RegicrnngS-Rath, einen Hochverständigen HErrn und klugen Redner, durch einen frühzeitigendoch seeligsten Tod weg genommen habe, Ich meine den weiland Hochwürdigcuund Hochwohlgebohrncn Heren, Herrn George Friedrich von (Oberstem,der hohen Stiffts-Kirche zu Naumburg Dom-Herrn, Chnr-Fnrstl MäynhischcuHof- und Regierung-? Rath, Erb-Hcrr» auf Gchoven, Ncnhauß und Paßbruch,wie auch Mit-Jnhabcrn der Gräflichen Aemtcr Leinungcn und Mehrungen, einenHerrn, den seine hohe Anknnfft und hochansehnliche Aemter herrlich und berühmt ge-macht hatten, seine Klugheit war ein schimmernder Stern, der im gantzen Landeleuchtete, sein beredter Mund war ein flicsscnder Strohm, der auch die höchste Gegen-wart grosser Fürsten vergnüget, weil Er geredet, was Fürstlich ist Urov. 8. 6 Wassollen wir thnn, weil der HErr dieses Werck gethan, und den wohlsccligsten HerrnHof-Rath weg genommen? Ans seine heilige Hand sollen wir sehen, und uns seinenheiligsten Willen GOttgelassen unterwerffen, Er meint es mit den Seinen nicht böse,sondern hcrtzlich gut, wenn Er sie in der schönsten Blüthe ihrer Jahre zu sich nimmt.Solches desto besser zuerkennen, heben wir unsere Augen auf zu den Bergen, vonwelchen uns Hülste kömmt, unsere Hülste kommt von dem HErrn, der Himmel undErden gemacht hat, ?1. 121. 1. 2. und ersuchen ihn um kräsftigen Trost und gnädigenBeystand in einem andächtigen und stillen Bater Unser.
Z>ic Worte,
So begehret worden, werden im Buch der Weißheit Das). IV. v. 7. 8.9. s0. ff. s2. sZ. hch gefunden, und lauten also:
Bcr der Gerechte, ob er gleich zu zeitlich stirbct, ist er doch in der Ruhe,(denn das Alter ist ehrlich, nicht das lange lebet, oder viel Jahr hatKlugheit unter den Menschen ist das rechte graue Haar, und ein unbe-fleckt Leben ist das rechte Alter.) Denn er gefällt Gott wohl, nnd ist ihm liebnnd wird weggenommen ans dem Leben unter den Sündern, Und wird hingerückt,daß die Boßheit seinen Verstand nicht verkehre, noch falsche Lehre seine Seelebetrüge. Den» die bösen Excmpel verführen, und verderben einem das Gute,nnd die reizende Lust verkehret unschuldige Hcrßen. Er ist bald vollkommenworden, nnd hat viel Jahre erfüllet. Denn seine Seele gefällt GOtt, darumeilet Er mit ihm aus dem bösen leben.