werden, also wurde Sie durch Dero Hohen Eltern stetigen Herrlichen Verinahnnngcniniincr mehr darzn angcfrischet biß Selbigen recht wie des Ulinii lrnuraxcl wurde,von welchen er schrieb - Implst nun lackiat, denn ihre muntere grüne Jugend und diebegierige annehmung aller guten Lehre und Unterweisung vergnügten zwar derenWunsch, allein nur die Hoffnung der zukünfftig erwartenden Freude versprach erstselbigen völlig znsättigcn.
Sie Loulag'irto die Frau Mutter durch uncrmüdctcs an Hand gehen, in derHaußhaltung, ergvickcte dem Hrn> Vater durch ihre Emsige auffwart- und Pflegung,belustigte Ihr Geschwister durch Ihr treuliches wohlmcinen, und vcrgnügctc jedermanndurch Ihr wohlgezogcncs sittsames Aufführen, Kurtz, mit Ihr hieß es recht wie bei)einer Laute: lemperism lonns imlieat, oder bei einer Glocke ckiAnot'eitmr tonitu.denn mann durffte nur Ihr Thun und Vornehmen bchertzigen, so fandt mann schon,aus was herrlichen Wnrtzeln solche gleich einer schau würdigen ^loön-Blüthe emporstieg?, und obgleich ihre moäel'tw die Ihr gleichsam natürlicher Tugend mehr znver-bergcn als damit zu Prahlen suchetc, so brach deren Glantz doch Herfür wie ein Licht,deßcn Schein man in einer Laternen zuverstcckcn trachtet. Ihre Andacht war ein un-verlöschliches Rauchfaß, worauf Sic dem Höchsten unablässig ihren Weyrauch mitSingen, Bitten und Dancken anzündete.
So ist wohl nichts mehr zu bcdanren, alß daß Ihr Leben nur so knrtz gewesen,daß man die Frucht Edelcr Blüthe nur in Gcdancken erblicken soll, Und daß Ihr all-zufrüh« Todt uns die rechte Reiffs dieser bereits verhandcnen Tugend Früchte nichtvöllig ersehen laßen. Atlcrmaßen mann bcy Ihr allenthalben gar wohl wahrgenommen,daß wann dem Allerhöchsten GOtt Ihr das Ziel Ihres Lebens noch zu verlängernhätte gefallen sollen, Sie niemand an Tugend Vollkommenheit etwas nach gegebenhaben würde, allein da derselbe erkennet, was zu Unfern wahren Hehl dienet, so fandauch seine unergründliche Weißhcit vor gut, daß Sie vor diese arge verdcrbete Weltdurch ein frohes Ende in ewige Sccligkeit so zeitig verwechseln solle. Den Zustandihrer Kranckheit in etwas zucrwehncn, so bekam Sic eine geraume Zeit vor IhrenHvchsecligcn Ableben eine blaßc Farbe im Gesichte, spürete auch eine Mattigkeit derGlieder, und ob Ihr wohl von Ihren Liebsten Eltern hoch angelegen ward, doch zusagen, ob Ihr etwas fehlete, hat Sic dennoch wie in allen, also auch hicrinncn ihrKindliche Liebe verwalten laßen und viel lieber leiden, als es gestehen und SelbigenBckülmnerniß machen wollen. Biß als den 18. Lext: Ihr hefftige Kopffschmertzenzu kommen, Sie es nicht länger verbergen können, daher die Hochwohlgcbohrne ElternIhr mit allerhand Bewerthcn Artzcney Mitteln, sonderlich da den 21 Sic eine Ein-schlummcrung der gantzen, rechten Seiten gcfühlet, welches Sic doch etliche Tage nachher erst offenbahret, in großer Sorgfalt Bcygetrcten, Ob nun schon dieses Sichgäntzlich Verlohren, io haben doch die Haupt Schmcrtzen und Krampfartigen stärckeFlüßc dermaßen zu genommen, daß Sic des halben und aus ausgehender Mattigkeitsich innc halten mäßen, und mit denen Hohen Eltern nicht mehr spcißcn können,Den I. Oetodr. ereigneten sich solche Zufälle von Schlack, daß Ihr des Abends daransffolgende Nacht, und gegen Morgen, zu drcy unterschiedlichen mahlen davon an derrechten Seiten gar hcfftig zugesetzet ward, welches doch nach gebrauchten allen er-sinnlichen Mitteln endlich wieder vorbey gicng, aber große Hertzens Angst undMattigkeit nebst denen annoch anhaltenden Kopffschmertzen zurücke ließ, so sich endlichgar in ein gefährliches Symptom«, eines alltägig Hitzigen Abwechselnden Fiebers ge-wandelt,