Oii stiuim äin seä stiis-iii Usus iietg. sit villi i'ssuisisuänm,saget der kluge Loneco Uxilt.: 77. Wahrhafftig, es ist nicht die Zahl oderder Ablaufs erlangter vielen Jahre, welchen das Leben eines Menschenbetrachtens würdig wachen, sondern das Wohlberhalten und die tngend-hafften Werste, so dabey sich finden, Sehen wir Christlöblichen Gebrauchnach den obgleich kurtzcn doch allenthalben nnvcrwcrfflichcn Lebens-Lanff unserer seeligstverblichenen Wehl. Wohlgebohrnen Fräulein, Frl. Johannen Sophien von Ebcrstcinan, so mäßen wir billig auSrnffen: non äin, ssck dono, nicht lange, aber wohl, derAnfang als die erste Staffel Menschlichen Ruhms ist aus einen vornehmen Geschlechtgebohrcn worden, eine Glttcksecligkcit, welche auch bey denen Hchden und sonst un-eivililirton Nationen höchst vensriret, und daher mit Recht eine Wurtzel alles übrigenIrdischen Vorzuges benähmet worden. Gewißlich Sic hatte hicrinn nicht Ursacheandere zu beneydcn, denn Sie bekanter maßen aus einen vor mehr als 1130. Jahrenrühmlich bckanten ansehnlichen freycn Franstischen Geschlecht, derer Herren vonEbcrstcin, welchen Sich die uhralte hohe Familie derer in Sachsen und gantzen Rö-mischen Reiche berühmte Herren von Wcrthcrn vergattet, entstammet. Ihr höchstbctrübtester Leidtragender Herr Vater ist der Hochwohlgebohrnc Herr Christian Lud-wig von Ebcrstcin, Königl. Maj. und Chnrfürstl. Dnrchl. zu Sachsen, auch Hoch-fürstl. Anhaltischcr hochbcstaltcr retstoetivs Obcr-Bcrghanptmnnn, und Obrist Wach-mcister auf GeHofen Ncnhanß und Paßbrnch, Erb- und Gerichts Herr, auch Inhaberder Gräffl. Manßfcldischen Acmter Lein- und ZNornngcn (s. S. 213). Die gleichfallshöchst betrübte Frau Mutter ist die Hochwohlgebohrnc Frau, Fran Eleonora Sophiavon Ebcrstcin, gebvhrne von Wcrthcrn, ans dem Hauße Beichlingen ss. S. 253).
Aus diesem Höchstrnhm-Vollen Hochadel. Ahnen nun ist die Hochscclige Fräuleinentsprossen, und vermittelst Göttl. Gnade derer Hochwohlgebohrnen Eltern den II.Doeomdr: 1691 früh nmb 3. Uhr ans den Hochadcl. Ebcrstcinischcn Schloß zu Ncn-hanß ans diese Welt gcbohren worden. Wie denn auch die Hochwohlgebohrnc Eltern,ans Christbilliger Sorgfalt, so gleich dahin bedacht gewesen, daß Sie durch das geist-reiche Badt der Wiedergeburt!) von der allen Fleisch anhangenden Erbschuldt abge-waschen werden möge, daher Sie selbige bald daranff dem 13. ojasckom durch Hoheund vornehme MittclsPcrsoncn in der Heil. Tanffc dem Herrn Christo mit demNahmen Johanna Sophia vortragen laßen. Und dieses ist der Eintrat unserer seclig-abgclebte Fräulein von Eberstein in dieses Zeitlichs Leben, beleuchten wir in etwasdem Fortgang, so finden wir so gleich die Wahrheit des bckanten Sprichwortts derklugen alten: Ein guter Anfang würcket einen Herrlichen Fortgang. Denn die Hoch-wohlgebohrnc Eltern unterließen nichts diesen nach aller mügligkcit zu befördern, Sicwüsten wohl, daß ein zwar an sich selbst Herrlicher Diamant erst seinem Bollköml.Schimmer durch das Uoliron und die dazu kommende Dvlia bekommen, und die ersteLckneatiou allent halben das beste thun mäße, gcstalt wie diese und das erste ange-wöhnen in dem Zartesten Kindes Jahren, also zeiget sich auch das folgende Leben.Derohalben Sic so wohl vor sich als durch andere selbige stracks anfangs, in allenwas einen Adelichen Fräulein wohl anständig erziehen ließen, Und dieses gcrieth sowohl daß Sie an Tugend Geschicklichkeit und Wohlverhaltcn mercklich zunahm, undwie die best brennenden Kohlen bißweilen durch einen Blasebalgk mehr angefeuert
werden,