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Folge 3 (1880)
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des HErren danckcn, der Sic von allem Übel crlößet, und so wohl versorget hat, daßwenn Sie mit dem größcsten Könige aufs der Welt Vermählet worden wäre, es Ihrnicht beßcr gehen köntc, drnm Weinet nicht! Und mich deucht, Ich höre wie daswohlsccligc Fräulein Ihnen selbst aus dem Trost-Munde Ihres Seelen BräutigamsJESU znruffet: Weinet nicht! Ihr habt ja auch dcßen keine gnugsamc Ursach, Ihrmäßet denn mich gantz und gar vor vcrlohren halten, und keine Vcrsichrnng wedermeiner Secligkeit, noch der künfftigen Aufferstehung meines Leibes haben; weil ichaber deßcn von Euch als in GOttcs Wort geübten eines andern versichert bin, undIhr demnach keine genügsame Ursache hierzu habet, so Weinet nicht! Liebsten Elternund Verwandten, hättet Ihr mich lieb, so würdet Ihr Euch freuen, daß ich Euch gc-saget habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu Euch,

Beständig bleibt im Glauben,

U?ir werden in kurßcr Zeit:

Einander wieder schauen,

Dort in der Seeligkeit,

da die allmächtige JEsus-Hand mich Euch wieder geben wird, und zwar in bessernZnstande, schön, recht ansbündig schön verkläret in sehr großer Herrlichkeit, Ach! soWeinet nicht! Wil die Zeit immittelst Euch znlang werden, so erwäget, daß Euergantzes Leben nur ein Augenblick gegen die Ewigkeit; So wenig als ein TröpfsleinWassers gegen dem großen Welt Meer, oder ein Sandt-Kvrnlcin gegen alle HoheBerge der Welt, so wenig und noch viclwcnigcr ist die gantzc Zeit Eures Lebens zurechnen gegen die Ewigkeit, denn Tausend Jahre sind vor GOtt wie der Tag dergestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache, nach dem öv> Psalm, derowegensaßet Eure Seelen in Gedult und Weinet nicht!

Nun tröstender Heyland Christi JEsu, rühre doch durch deinen süßen und Hcrst-ergvickenden Trost das Herst aller Leidtragenden, Zuförderst derer allhier gegenwärtigenHochbctrnbten Anwesenden, vor allen aber derer Herst schmcrtzlich betrübten ELTERN,dermaßen daß alle Traurigkeit daraus möge verschwinden, und Sic recht saßen mögendiesen deinen tröstlichen Zuspruch! Weine nicht! Gleich wie wir Dich, O süßesterHcpland, sammbt deinem Himmlischen Vater und dem wertsten Tröster dem HeiligenGeiste so wohl deswegen, als auch umb gnädigen Bcystand zu fernerer Andacht wollendcmüthigst anrnffen in einem gläübigcm andächtigem und durch die Wolcken dringen-den Vater Unser.

So verlanget worden, ans dem 5. CnpitelDes Buchs der Weißhcit v. 16, 17.

Aber die Gerechten werden ewiglich leben, nnd der HERR ist ihr Loh», und derHöhest sorget für sie. Darum werden sie cmpfahen ein hcrrlichs Reich, und eineschöne Krone von der Hand des HErrn. ?c.