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Zuspruch. Wcinc nicht! in der Kirche GOttes vorgetragen und erkläret worden?Ja, meinen Sic wohl, daß es ohngcfähr geschehen, daß das Wohlseeligc Fräuleindem Leibe nach in Ihr Ruhe Kämmerlein gebracht worden eben in der Woche, daSontags vorher in Christlicher Gemeine erkläret worden diese Trost Rede JEsn anden Betrübten Vater, den Königischen Joh. 4. Dein Kind lebet! Und ihnen alsoein süßer JEsus-Trost nach den andern zu Gemnthc gcführet worden? Ich meinewohl nicht, sondern eben deß wegen ists geschehen, damit solcher süße JEsus-TrostIhnen immer möchte in frischen Gedächtnis; schweben, und Sie dadurch in Ihren;großen Betrübniß dcstomchr möchten ausgerichtet werden, auch versichert leben, Ihrliebstes Fräulein lebe der Seele nach bcy GOTT. Ach derowegcn Bitte ich Sie,Hochbctriibtc, Sie bringen doch Ihr Hertz ein wenig zur Ruhe, und nehmen mitGcdult und GOttgclassenhcit an, Was der süßeste JEsus Ihnen anitzo durch seinengeringen Diener tröstlich zuruffet, ncmlich: Weine nicht, dein Kind lebet! Weinenicht! O liebes volles Batcr- nnd Mutter Herl«! Wcinc nicht! O Schwester- undBruder Hertz! Weinet nicht! ihr andere hohe Bluts- und Muths-Vcrwandten! Achja! Weinet nicht! Hochbetriibtc! Sie wißen ja, daß das Wohlseeligc, in Ihrem zeit-lichen Leben Gottscelige, nnd daher Ihnen sonderlich licbgewescne Fräulein des Todesder Gerechten gestorben, in das ewige Leben von GOtt aufgenommen, und mit Ehrennnd Unsterbligkcit im Himmel gekrönet worden; Dieser schöne Engel ist aus der Ge-sellschafft der snndlichen Menschen zu der Menge vieler tausend Heilger Engel nndAußerwchltcn in den schönen Freuden Himmel versammlet worden; Diese liebe Brautist aus Ihren Armen Hochbctriibtc Mnttcr! in die licbes-vollcn Arme Ihres Hehlandeszur Ruhe aufgenommen, schwebet in höchster Glücksecligkcit, und singet nun in derErfüllung diejenigen Gesangs-Worte, welche Sic hier aufs der Welt in heißer Andachtöfftcrs angestimmet:
So will ich denn nun ruhen fein
ILsu! in deinen Armen,
Dein Anffsicht soll die Decke scyn,
Mein Bette dein Erbarmen,
Aken; Außen deine Brust,
G Himmels Freud nnd Lnst!
Zwingt die Säyten in Eythara,
Und laßt die süße Uinsica.
Gantz freudenreich erschallen,
Daß ich möge mit IEsulein,
Dem Wunderschönen Bräutgain mein,
In steter Liebe wallen;
Mäßen Sic demnach Ihren; Glücke feind sehn, oder das zeitliche Vergnügen Ihrerewigen Freüdc vorziehen, wenn Sie nicht Ihren Thrähnen ein Ziel setzen, sondernmit dencnsclbcn Sie wieder in diesem elenden Leben zuhaben verlangeten.
Weinet nicht Hochbctrnbte, Sic bedcnckcn vielmehr daß der Heilige und alleswohlmachendc GOtt mit der wahren Gottsecligkeit, nnd denen andern Christ-AdclichenTugenden, womit Ihr werthcstes Frttnlci» gezieret war, Sic bchzeiten zun; Himmelbereitet; Dieser Schmuck Ihrer durchs Blut Christi gereinigten Seele hat schon längstangczciget, daß Ihr Seelen Bräutigam Sic nicht lange ansf Erden laßen, sondernbald zu Ihrer Krönung ins Paradies; einhohlcn würde, da nun solches endlich ge-schehen ist, warum woltcn Sic Sich darüber so sehr grämen? warum wolten Sienicht vielmehr den; heiligen Willen GOttes Sich gottgclaßen ergeben, ja den; Nahmen
des