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könne noch mehr thnn, als das Gesetz GOTTES crfodcrt. Die Xgwttol Ranlns undRetrus lehren gantz anders, wenn dieser das Gesetz eine Last und ein Joch nennet,welches weder wir noch unsere Väter zutragen vermögen, Vet. XV. 10. und eignetunsere Seeligkeit mit 1'aulo allein dem Verdienst CHristi zu. Denn das dem Gesetznnmiiglich war, sintemal es durch das Fleisch geschwächet war, das that GOtt, undsandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches, und verdammet die Sündeim Fleisch durch Sünde, auf daß die Gerechtigkeit vom Gesetz crfodcrt in uns erfülletwürde, die wir n»n nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Rom.VIII. 3. 4. Und also schlüget dieser trefliche Krafft- und Macht-Spruch alle übrigeJrrthümer der Päbstler zu Boden. Der HErr unser GOtt sodert von uns durch denMund des Xpol'tol, daß wir der Gnaden-Zeit sollen wahrnehmen, in derselbenrühmet der Xpoktol sey ihm Barmhertzigkeit wiederfahren, anff daß an ihm fürnchm-lich JEsus CHristns erzeigetc alle Gednlt zum Exempcl denen, die an ihn glaubenzum ewigen Leben. Von der Barmhertzigkeit und Gednlt Gottes ist kein Sünder ansfErden ausgeschlossen, wenn er durch beharrliche Bcrstvckung sich selbst nicht ans-schliesset, und der unermeßlichen Gnade GOttcs unwürdig macht. Die Hand desHErrn, die den XxoUsI ergriffen, und von seinen ewigen Verderben zurück gezogen,ist noch gegen einen jeglichen Sünder ansgcrecket, daß er seine Seele herum hohleaus dem Verderben, und erleuchte ihn mit dein Licht der Lebendigen, Iliob XXXIII.30. wie der Mund des HErrn bezeuget: Ich recke meine Hände aus den gantzen Tagzu einen ungehorsamen Vvlck, das seinen Gedancken nachwandclt auf einem Wege, dernicht gut ist. Ist. IXV. 2. Suchet den HErrn, weil er znfindcn ist, ruffet ihn an,weil er nahe ist, der Gottlose lasse von seinem Wege, und der Ubelthäter seine Ge-dancken, und bekehre sich zum HErrn so wird er sich sein erbarmen, und zu unfernGOtt, denn bey ihm ist viel Vergebung. Isl IV. 6. 7. 8. So sehet zu, daß nichtjemand unter euch ein arges ungläubiges Hertz habe, das da abtrete von dem leben-digen GOtt, sondern ermahnet euch selbst alle Tage, so lange es HEUTE heissct, daßnicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Sünden. Denn wir sindCHristi thcilhafftig worden, so wir anders das angefangene Wesen biß ans Ende festebehalten. Ibr. III. 12-14. Endlich ist dieses das Verlangen des Höchsten, daß wiruns in allen Fällen der göttlichen Barmhertzigkeit überlasse» sollen. Die unend-liche Barmhertzigkeit GOttes hat Panlum und uns alle ans der Sünden-Noth herausgerissen, wie solte sie uns nicht aus den geistlichen und leiblichen Nöthen herausreisten? GOTT hat seines cingebohrncn Sohnes nicht verschonet, sondern ihn füruns alle dahin gegeben, wie solte er uns mit ihm nicht alles schcnckcn? Rom. VIII.32. Begehren wir sein, er wird uns anshelffcn, erkennen wir den Nahmen desHErrn, so wird er uns schützen, rüsten wir ihn an, so will er uns erhören: Er istbey uns in der Noth, und will uns heraus reisten, und zu Ehren machen, er wirduns sättigen mit langem Leben, und uns zeigen sein Heil. ?t'. 91. 14-16. So kräsftigwil der HErr die Seinen in allen Nöthen und Aengstcn stärcken mit seiner Gnadeund Barmhertzigkeit. Diese kräfftige Hertz-Stärckung und ihre bewährte Krafft, die den^poltet in seiner Seelen-Angst mächtig aufgerichtet und ergvickct, hat der HochsecligeHerr Oberanfsehcr im Leben und Sterben scelig empfunden, daß Er billig mit seinerHand ans den gecrentzigtcn JEsum weiset und spricht,
Iver schwach ist, der komm und eyle,
Daß ihn JLsus starck und heile.
Er