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Folge 3 (1880)
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Gb sichs anließ, als wc>lt GGtt nicht,

Laß dich es nicht erschreckenDenn wc> er ist am besten mit,

Da wil ers nicht entdecken,

Sein Wort laß dir gewisser scyn,

Und ob dein Hertz sprach lanter nein,

So laß doch dir nicht grauein

Vermehrte sich die Schwachheit, so bat Er abermahl seinen Hehland um Stärcknng :Stärck mich mit deinem Frendcn-Gcist. Fühlete Er die ankomincnden Todcs-Schmcrtzcn,so ivar CHristns sein Leben und Sterben sein Gewinn, und betete ans seinem Lager:

THristus der ist mein Leben,

Sterben ist mein Gewinn,

Dem thn ich mich ergeben,

Mit Freud fahr ich dahin w.

War das Lebens-Ziel vorhanden, so übergab Er seine thenr erkausfte Seeleseinenn Erlöser JEsu CHristo, und sprach: HErr JEsn dir leb ich, dir sterb ich, deinbin ich tod und lebendig! Bon dem alten Uuso wird berichtet, daß er sich dreycrlchgewünschet habe: Erstlich daß seine letzte Speise auf der Welt seh das heilige Abend-mahl, hernach daß sehn letzter Gedanckcn das Blut Christi, nnd endlich sein letztesWort der Nähme JEsus sehn möge. Was dieser fromme Mann gcwiinschet, das hatder Hochsecligc Herr Obcrnnfschcr erlanget. Seine fast letzte Speise ist das heil.Abendmahl, und sein letzter Gedancken ist das Blut CHristi gewesen. Denn als ihmvon dem Schlage das Gesicht nnd Sprache meist vergangen war, so regte Er nochseine Lippen unter dem Gebcth: ü JEsu CHrist, gestorben bist am Crcutzes-Stamm,ö GOttes Lamm, deine Wundenroth in aller Roth, dein theures Blut kom mir zugut, dein Leiden und Sterben mach mich zum Erben in deinem Reich den Engelngleich. Sein letztes Wort ist der Nähme JEsus in seinem Gebet gewesen. Das mag

ja heissen: THristi Wunden, Tod und Leben

Soll mir Arafft und Stärcknng geben.

Diese aller bewährteste Herh-Ztin'lstung im Leben und Sterbe»

Wird von dem Spotts!

II. Andern bußfertigen Sündern zum kräsftigen Trost vorgcstcllct. Denn erzeiget ihnen die Barmhcrtzigkeit des HErrn die ihm wiedcrfahren ist, wie sie auchandern bußfertigen Sündern wiederfahrcn werde, wenn er saget: Aber darum ist mirBarmhcrtzigkeit wicdcrfahrcn, und im vorhergehenden ?. 13. aber mir ist Barm-hertzigkcit wiedcrfahren. Der ewige GOTT habe nach seiner grossen Barmhcrtzigkeitgleichsam zu ihm, wie zu dem bußfertigen Upirraim gesprochen: Was soll ich ausdir inachen Uxüraim? Soll ich dich schützen Israel? Soll ich nicht billig ein ^.äamaaus dir machen, und dich wie ^edoim zurichten? Aber mein Hertz ist anders Sinnes,meine Barmhcrtzigkeit ist zu brünstig, daß ich nicht thnn will nach meinen grimmigenZorn, noch mich kehren Upüraim gar zu verderben, denn ich bin GOTT und nichtein Mensch, nnd bin der Heilige unter dir. Hol. XI. 8. 9. Die Barmhcrtzigkeit desHERRN hat ihre Breite, Länge, Tiefe nnd Hohe. Die Breite ist von Morgen bißgegen Abend, von Mitternacht biß zum Mittag, nnd reichet über Inden nnd Heiden,über Gläubige nnd Ungläubige. Die Länge, daß sie angefangen von Ewigkeit, undwähret biß zu Ewigkeit. Die Tiefe, daß sie uns aus der Tiefe des Verderbens undaus dem Rachen des Todes nnd der Höllen erlöset hat. Die Höhe, daß sie uns end-lich