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gebildet, habe auch seine Unterthancn erschaffen, nnd denen Obern setz die Obrigkeitgegeben vom HErrn, nnd die Gewalt vom Höchsten, welcher wird fragen, wie siehandeln, und forschen, was sie ordnen. 8ap. VI. 4. Er hat sich nicht geschenet diebcschwcrligstcn Reisen seinen Untcrthancn zum besten, aus sich zu nehmen, nnd mitRath nnd That ihnen behznstchcn, daß sie seinen tödtlichcn Hintritt schon mercklichspüren, nnd schmcrtzlich bcdauren. Von der mühsamen Rcgierungs-Last schreibet derHerr Imtücrus Tom. I. Isloli. I. 189. Das ist die Last, daß einer muß ans sichnehmen, alle Sorge, Arbeit, Mühe, Roth des Regiments, auf daß die UnterthancnGericht und Gerechtigkeit, Schutz und Schirm haben, das kömmt einen Regenten nichtleicht noch süsse an, sie sitzen da nicht ans sammctncn Pfühlen oder Küssen, sie gehennicht aufs Rosen, sondern müssen manchen Schweiß darüber lassen. Solche Last hatunser Hochsceliger Herr Obcr-Anfschcr biß an sein secligcs Ende willig getragen.Er crkante, daß Ihn GOTT zum Pfleger, nicht aber zum Qväler seiner Unterthancnverordnet, wie solche Rede Herr Dicklich Marggraf zu Brandenburg gcführet. Ehrennd Ncichthnm hat Er ans der Welt nicht gesnchct, sondern was ihm GOTT anbchden gegeben, das hat Er mit danckbarcn Hertzcn von der Hand des HErrn ange-nommen, nnd mit dem Ertz-Vatcr.lacod gesprochen: Ich bin zugering aller Barm-hertzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knecht gethan hast. den. XXXII. 1».Denn ich erinnere mich der nachdencklichen Rede, welche Er unter vielen Thräncn vorohngefähr 2. Jahren gesprochen: Ich begehre ans der Welt weder Reichthnm nochEhre, GOTT mache mich seelig, so bin ich reich genug! Gegen die Armen war Erwohlthätig und gütig. Ich will mich hicrinncn auf das Zeugnis; aller Armen be-ruffen, die Er mit seinen Wohlthaten erqvickct hat. Er war in der Thatein Gntthäter, welcher die Bächlein seiner milde ans die Arme fliesten lassen. In-sonderheit muß die Wohlthaten des Hochsccligen Herrn Ober-Aufsehers unsere Kircherühmen, wie wir mit Augen sehen, und Dero Hoher Nähme am Himmel sattsam be-zeugen kan. Hat der HErr unser GOTT versprochen, die Wohlthäter der Armen aufihrem Siechbcttc aus Gnaden zu ergvicken, LI. 4l. 4. so hat solches der HochsecligcHerr Obcr-Anfschcr gegen das Ende seines Lebens in der That empfunden. Dennin demselben hat Er die allerbewährteste Hertz - Stärcknng scelig genossen. Überfielihn eine unvcrmnthete Schwachheit nnd hcfftiger Schmcrtz, so war sein erstes Wort!Ach HErr JESU, JESU! Hielt die Schwachheit an, so war sein Verlangen: HERRJESU, ich bin dein, mache mich seclig!
GDttes Geist zeigt ihm das Erbe,
Das im Himmel bcygelegt,
Ich weiß, sprach Er, wenn ich sterbe,
Ivo man ineine Secl hinträgt,
Zu dir IEsn in die Freude,
Trotz! daß mich was von dir scheide,
Ich bin dein, nnd du bist mein,
Allerliebstes IEsnlcin!
Wölk sich die Mntttigkcit der Seelen nnd Glieder hervor thun, so war derHERR seine Stärcke. Stärck mich mit deinem Frenden-Geist, heil mich mit deinenWunden, wasch mich mit deinem Todes - Schweiß in meinen letzten Stunden, undnimm mich HERR, wenn dirs gefällt, in wahren Glauben von der Welt zu deinenAuscrwehlten. Hatte der HErr sein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenigfür ihm verborgen, so faste Er seine GOttcrgebenc Seele mit Gedult und sprach:
Ob