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lich gen Himmel siihrct. In diesen Gnaden-Meer sind alle Sünden des Pökels?anli verscncket worden. Das Meer kan nicht allein kleine Hügel vnd Steine, sondernanch grosse Berge nnd Steinklippcn bedecken nnd oerschlingen. Die Tiefe der GöttlichenBnrmhcrtzigkeir ist ein solch unergründliches Meer, darinne alle unsere Sünde bedecketnnd verschlungen werden. Der GOTT, der?auinm zu Gnaden ans- nnd angcnom-nien, der wolle auch andere bußfertige Sünder zu Gnaden ans- nnd annehmen, wennsie mit dem oerlohrnen Sohn umkehren, und mit bußfertigen Herhen senffhen: Natcrich habe gesündiget in dem Himmel nnd ovr dir, nnd bin fort nicht mehr Werth, daßich dein Sohn heissc, Ime, XV. 21. Er zeiget ihnen die Grösse der Göttlichen Ge-dult, wenn er ferner spricht: Auf daß an mir fürnehmlich JEsus Christus crzeigctcalle Gednlt, Die Gednlt des HErrn Heisset hier im griechischen Textdie Göttliche Langmuth, da GOtt der Menschen sündlich Wesen nicht zu Gcmütheziehet, nicht eifert noch rächet. Diese Gednlt GOltcs ist eine Ursach unserer Scclig-keit. Die Gednlt des HErrn kan sich rühmen: Durch mich wird die Zahl der Ansscr-wchlten erfüllet. Denn wenn GOtt nach seiner Gerechtigkeit mit Feuer und Blihunter die Sünder schlüge, nnd sie ans einen Hanffcn oertilgete, so wäre es keinWunder, sie hättens verdienet mit ihren grossen Sünden. Aber was thut GOtt? Erstössct die Sünder nicht alsobald zur Höllen, sondern hat Gednlt mit ihnen, er gehetihnen nach, daß er sie möge zu sich ziehen. Solche Gednlt nnd Langmuth hat GOttan dem Verfolger?aulo fürnehmlich bewiesen, wie er bekennet: Aber darum ist mirBarmherzigkeit wiederfahrcn, ans daß an mir fürnehmlich JEsus Christus erzeigtealle Gednlt. Denn er war ein verirret und Verlohren Schaf, welches auf irrigen nndverdammlichen Sünden-Wegen gicng, er war ein schnaubender Wolfs, der die HeerdeChristi verschlingen wolte, er war ein Lästerer nnd Verfolger, nnd Schmäher, undsiehe, GOtt hatte so grosse Gednlt mit diesem Sünder, daß er ans einem grimmigenWolfs ein gedultig Schaf, ans einem Verstöhrcr einen Lehrer, aus einem Verfolgereinen standhasftcn Bekenner, aus einem Verdcrbcr eine Senke der Kirchen, aus einemHöllen-Brand einen Himmels-Bürger machte. Sothaner Barmhcrhigkeit nnd GednltGOttcs kan dieser ^.poltsl nicht vergessen, daß er anch rühmet mit danckbarem Hertzcn,Gott habe ihm darum rolro Barmhertzigkeit wiederfahren lassen, ans daß an ihmfürnehmlich tu ^uol JEsus Christus erzeigetc alle Gednlt, und alle Welt
die vollkommene Grösse der Göttlichen Gednlt an ihm fürnehmlich erkönncn möchte,nicht anders, als wenn unser Hehland JEsus Christus keinen grössern Sünder aufder Welt jemahls gehabt habe, an dem er grössere Gednlt nnd Langmuth, als andiesem ^pnt'tel beweisen kennen. Der gütige GOtt macht es noch jederzeit also, erunterweiset zuerst die armen Sünder vor ihrer Bekehrung, er rnffct ihnen freundlichzu: Lieber halte doch, nnd lauff dich nicht so hellig. llor. II. 2S. Er ziehet sie aufmancherleh Weise, daß er sie für dem ewigen Verderben behüten möge. Er gönnetihnen Zeit, und wartet ans ihre Bekehrung, so sie nicht stracks aufstehen, wenn erihnen znruffet. Schiebet der Sünder die Busse auf, so schiebet GOtt die Strasse ans,er dräuet wol, richtets aber nicht alsofort ins Werck, was er gedrohet hat, er gönnetuns Zeit zur Besserung und Bekehrung, und höret nicht auf uns zu reihen nnd zulocken. Wenn wir auch bekehret sind, so trüget er uns mit grosser Gednlt. Denndas Leben aller Heiligen ist voller Gebrechen, wenn es an ihm selbst, nnd ausser derGnade JEsn Christi betrachtet wird, mit solchen Gebrechen hat GOtt Gednlt, undstehet dieselben um JEsn Christi Wille nicht an, er schonet unser, nnd wendet seine
Barm-