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hoch und würdig sollen wir das Wort des HErrn von der Gnade Gottes, von derBarmherzigkeit GOttes, von der Erlösung, so durch CHristum geschehen, ja vonallen Göttlichen Wohlthaten halten, daß wir allein unsere Zuflucht in allen Nöthenzu dem Dreheinigen GOTT nehmen, welcher Himmel, Erde und Meer, und alleswas darinnen ist, gemacht hat, und Glauben hält ewiglich. ?l'. LXUVI. 6. Einestärckcnde bewährte Artzeney wird billig hochgcschätzct, und von allen Schwachen,die ihr thcilhafftig werden können, hoch und Werth gehalten, und mit Freuden anf-nnd angenommen. Das Wort des HERRN von allen Gnaden-Wohlthaten, die unsdurch CHRISTUM JESUM erworben find, sind eine solche stärckcnde bewährteArtzeney wieder die Sünde, wieder den Tod und dessen Bitterkeit, die sollen wir undalle fromme Christen mit höchster Begierde unserer Seelen ans und annehmen, nndin unfern Hcrtzen bewahren, daß sie uns nicht geraubet werde. Es ist gleich demWinde, welcher von dem Gewürtz reichen Jnsuln Oilan und ZlackaZalcar den herannahenden Schisflenten entgegen gehet, nnd nicht nur einen amnuthigcn Geruch, sondernauch eine erquickende stärckcnde Krafft mit sich führet; Also ist das Wort des HErrndenen Gerechten ein Geruch des Lebens zum Leben wodurch sie für dem gcistl. undelvigcn Tode bewahret werden. Denn es führet uns zn JEsn welcher ist die Aufer-stehung und das Leben, wer an ihm glänbet der wird Leben, ob er gleich stirbct undwer da lebet und glänbet an ihm, der wird nimmermehr sterben, lob. XI. LS.Diese aller bewährteste Hertzstärckung hat der Hvchseclige Herr Obcranfschcr in seinemLeben und Sterben fnrchtbarlich nnd scelig genossen und sich damit kräsftig Erqvickct.In seinem Leben hat er sich darnach geschürt, mit einem bußfertigen Hertzcn, so offtsein Gebet zn GOtt ausgestiegen wie ein Rauch - Opsfer, nnd seiner Hände aufhebenwie ein Abend Opsfer. ?l°. 141. 2. Wenn er sich zum heil. Beichtstuhl nahete, mitwie viel Thränen hat Er seinem GOtt gebeten, daß er seine grosse Barmhertzigkcitihm wiederfahren lassen, und seiner Sünden nicht mehr gedencken wolle. Er war nichtvon denen die sich selbst Rechtfertigen, nnd sprechen: Ich bin rein in meinem Hertzen!Und lauter von meiner Sünde? Er wüste gar wol, was der heilige lobannos saget:So wir sagen: Wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, nnd die Wahrheitist nicht in uns. So wir aber unsere Sünde bckönnen, so ist er, der HErr, Treuund Gerecht, daß er uns die Sünde vcrgicbet, nnd reiniget uns von aller Untugend.I. lob. I. 8. 9. Seine Sünden crkantc Er, als grosse Gebrechen und gefährlicheSchwachheiten, daß Er auch dem Vgostol vielfältig nachgesprochen: Das ist je ge-wißlich wahr. Und klagte mit der Kirchen GOttes über die Angst nnd Schwachheitseiner Seelen: Das gantze Haupt ist kranck, das gantze Hertz ist matt, von der Fuß-sohlen biß anfs Haupt ist nichts gesundes an mir, sondern lauter Wunden Striemenund Eiterbeulen, die nicht geheftet, noch verbunden noch mit Oel gelindert sind,los. I. S. 6. Wie inbrünstig bat er den Vater der Bnrmhertzigkeit um Gnade undAbwendung seiner wohlverdienten Straffe! I. 1. VI. 1- Ach HErr straff mich nichtin deinem Zorn, und züchtige mich nicht in deinem Grimm. Herr seh mir gnädigdenn ich bin schwach, heile mich HErr, denn meine Gebeine sind erschrocken, und meineSeele ist sehr erschrocken, ach du HErr wie lange? Er schlug mit dem bußfertigenZöllner an seine Brust, und sprach: GOtt seh mir Sünder gnädig. Uno. XVIII. 13.Das hat Er noch im letzten Ausgehen aus der Taffel-Stubc gesprochen. Er hat so-thane bewährteste Hertzstärckung genossen mit gläubigen Hertzen, daß Er sich mitwahren Glauben an seinen Erlöser fest gehalten, und mit dem Xpol'tol gesprochen:
Daß