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welchen ich der Fiirnehmste bin, /lowroL Heisset in der Griechischen Sprache, er scyder ERSTE nicht der ZEIT nach wie etliche Ketzer ans die thörichten Gcdanckcn ge-rathcn, welche vorgegeben, als wenn die Seele des Adams dnrch eineDMmAorischcVerwandelnng in Danlum gefahren wäre. Denn vorDanlo sind auch Sünder gewesen,wie der gerechte GOtt klaget: ö Wehe des sündigen Volcks! Des Volcks von grosser Misse-that, des bosthaftigen Saamens, der schädlichen Kinder llol. I. 4. Sondern er ist derFiirnehmste nach seiner Hcrtzens Gesinnung, sein Gewissen saget ihm, er gehe allenvor in der Boßhcit wieder den HErrn. Der liebe Xpoltol hat den Ehrgeitz jederzeitsehr gehassct, allein wen» Sünder nach der Schwere ihrer Sünden zu looircn sind,macht er allen den Vorzug streitig, und hält sich für den fürnchmcsten und grossestenSünder. Hierzu beweget ihn keine cpicnrischc Sicherheit, welche unter dem JüdischenVolck viele Sünder hatte eingenommen, daß sie sich ihrer Sünde rühmetcn, wieder Mund des HErrn klaget: Ihr Wesen hat sie kein heel, das ist, sie könnenihre Boßheit nicht verbergen, ihr Gesichte verräth sie, und rühmen ihre Sündewie die zu Sodom, und verbergen sich nicht, davvn saget der Herr Imtbsrus, da siesich ihre Sünden schämen solten, so rühmen sie dieselben, llol. III. 9. Es bewegetihn auch nicht hierzu die Bcrzweifelung, daß er wolte mit dem verzweifelten Cainsprechen: Meine Sünde ist grösser, denn daß sie mir vergeben werden mögen, ller. IV. 13.Er hatte im Rom. V. 2V. gesprochen: Wo aber die Sünde mächtig worden ist, da istdoch die Gnade GOTTes noch viel mächtiger worden, daß der heil. XuZnItinus demgottlosen Cain billig wieder spricht: Hlsntiri« (lain, major ott Dm milerieoräia, gvamomnium dominum milsria. Du leugst Cain! GOttes Barmhertzigkcit ist grösser, alsaller Menschen Elend: Sondern die grosse Angst seines Gewissens beweget ihn zusolchen Bekäntniß, daß er sich für den fürnehmstcn und grösscsten Sünder achtet, weilihn seine Sünden sehr ängstigten und drückten, und ihm wie eine schwere Last zuschwer würden. Jsts doch sonst also, wer grosse Haupt - Schmertzen hat, der meinetseine Wchtagen sehn die grössesten, weil er dieselben empfindet, und von eines andernSchmertzen nicht kau urtheilen. Also wo ein erschrockenes Gewissen den Greuel seinerSünden recht fühlet, hält es sich leicht für den grössesten Sünder. In solcher Seelen-und Gewissens-Angst hat der Xyoltol die aller bewährteste Hertz-Stärkung gläubiggenossen, Er hat sein Hertz gcstärkct mit der unendlichen Barmhertzigkeit des HErrn,welche er mit wahren Glauben ergriffen hat. Er hat seinen Heyland JEsum crkantauch für seinen Erlöser, der um feinet Willen in die Welt kommen ihn seelig zumachen. Er hat ihn crkant für seinen guten Hirten, welcher ihn als ein vcrirretesund verlohrnes Schaff gcsnchet, und zu seiner Heerde wieder gebracht hat. Duo. XV.Er hat ihn crkant für seinen Arht, welcher ihn mit seinem Blute lebendig gemacht,mit seinen heiligen Wunden dessen Sünden-Wunden geheilct, und mit seinem Sterbenihn von dem ewigen Tode befreyet, daß er nicht sterben werde, sondern leben, unddes HErrn Werk verkündigen. DI. 0XVI1I. 17. Er hat ihn crkant für sein Licht,welches seine Augen erleuchtet, daß er nicht in ewigen Tode entschlaffen. DI. XIII. 4.Sondern hat einen hellen Schein der lebendigen Erkäntniß GOttes in sein Hertz ge-geben, daß durch ihn entstünde die Erleuchtung von der Erkäntniß der KlarheitGOttes in dem Angesicht JEsn CHristi. 2. Cor. IV. 8. Durch den Glauben hat erseinen Heyland JEsum ergriffen, er hat ihn gcfassct, und sich an ihn gehalten, alsan den unbeweglichen Fclß, durch welchen er wider die Pforten der Höllen in allerGefahr und Roth ist erhalten worden. Durch den Glanben an JEsum hat er die
Barm-