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Folge 3 (1880)
Entstehung
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Er HErr mein GOtt, dcr Seine Hochwürdcn, und Hochwohlgebohrnen, de»^1 Hochsccligen Herrn von Ebcrstein, nach seinen heiligen Willen sterben lassen,der gedenckc an seine Varmhcrstigkcit, und crgvickc durch dicsclbigc seine zum>. Stuhl des Lammes erhobene Seele, in Ewigkeit ohne Ende, Er lasse seinenHochndelichen Corper in der Schlaff-Kammcr seines Grabes, unter seiner heiligenEngel-Wache, sicher schlaffen, biß an den Jüngsten Tag, und erwecke Ihn alsdannmit Freuden, und führe dann Leib und Secl vereiniget ein zu den HerrlichkeitendcS Himmels. Er tröste seine Hinterbliebene Hochwohtgebohrne Fra» Wittbc,Hochwohlgebohrnc» Kinder, bcydcrley Geschlechts, Hochwohlgebohrnen annocheinstigen Herrn Bruder, Hochwohlgebohrnc Herrn Vettern, und andere nahe Ver-wandte, Hochwohtgebohrne Freunde, mit seinem Geist und Gnade, und feste allefnrnehme Hänscr dcr Hochwohlgebohrnen Herrn von Eberstciu, zum Sccgen ewig-lich. Uns allen regiere Er durch seinen Heiligen Geist, daß wir unsere Sündennicht nnr dcr Tugend, sondern auch aller unser Alter bußfertig erkennen, undGOtt dcmnthig abbitte», zu seiner Varmhcrstigkcit nnd Güte, die Er dnrch Christumder Welt erwiesen, gläubige Zuflucht nehmen, und nnS in nnscrn ganstcn Wandeldurch GOttes Bcststand nnsträfflich beweise», biß aufs den Tag dcr Zuknnsst Christi,damit wir dermahlcinst an nnserm Ende seelig hinfahren ans diesem Elende,und davon bringen das Ende unsers Glaubens, welches da ist dcr SeelenSecligkeit, das wollen wir bcy GOTT suche», in einen heiligen Vater Unser ?c.

Abdanckung,

Gehalten von

Ernst Friedrich von Eberstein,

der Stiffts und Erblandes-Regiernng, und Cammer-Junckerzu Merseburg.

, l, dl. .1.

Hochwürdige und Hochwohlgebohrnc Herren,

Hochwohlgebohrnes Gnädiges Frauen-Zimmer,

Wie auch

Allerseits andere Hoch- und Vielgeschähte Anwesende!

Un Hab ich Wertheste, den edlen Port ereilt,

Wonach mein Hertzens-Schiff weil ich gelebt verlanget,

Ach Hütt ich nur so lang danieden nicht verweilt,

So war ich längstens schon wo meine Seele pranget,

Das grosse Nichts die Welt, dcr Ball der EitelkeitDer oft ein blöder Sinn, dem Geist und Sörper weichet,

Wenn das vergälte Hertz ihr Sünden-Weyranch streut,

So unter falscher Lust zur Ulordschnld Ihm gereichet,

Reitzt bei den Sterblichen den Zunder der Natur,

Wo Svens Apfsel-Biß der Menschlichkeit verpfändet,

Vor dieses ist sa nur dcr Todt die eine Lnr,

Der