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Folge 3 (1880)
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solcher gottseliger Verfassung hat Er die gantze Zeit, von 22ten bis den 31tcnlannarii, als den Tag seines Todes, durch die Krafft des wcrthen Heiligen Geistes,zugebracht, an welchen Tage Er ein inoxprimabkss und hoch lobeus-würdiges Ver-langen und Begierde, zu der Versöhnung mit seinem Heyland JEsu Christo bezeuget,und seinen allhicr gewesenen Beicht-Vater, den nunmehro auch stetigen Herrn Pfarrer,Bernhard Thalemannen, (der Ihn schon zum öfftern, in seiner Kranckheit besuchet) znsich erbiethcn lassen, und Ihm sein heiliges veliclerium, nehmlich seine Beichte zuthun, und das heilige Abendmahl zu empfangen, eröffnet, welches der Höchste!, HerrLub-8snior, mit solchen äsvoten Worten und Gebärden, hervor gebracht, daß solchesdar scel, Herr Thalemann niemahls ohne Thränen hat erzehlen können. Denn GOtthat eine sonderbahre, und über alle Maasse grosse Gnade in die Bereitung zum Ster-ben, unserm liebgewcsencn Herrn von Ebcrstcin erwiesen, ja sein Ende ist ein rechtesSimeonsEndc, und daß ein jeder frommer Christ wohl Ursach hat, um dergleichenseeliges und vortreffliches Abdrücken, bcy GOtt, dem himmlischen Vater, anzuhalten.Gestalten Er nicht allein, bis an sein Ableben, gantz vernünfftig, und mit allen Leu-t'ibus begabt geblieben, sondern auch, als ein tapfferer Streiter und Sieger, durch denHErrn JEsum toutsniret über Welt, Teuffcl, und alle das, so ein Christliches Herst,in den lestten Stunden, beunruhigen kau, sich aufgeführet.

Denn Er verrichtete seine Beichte, als ein armer Sünder, dessen Herst, durchwahre Rene und Busse, über gethane Misscthaten, in Aengsten lag; Er cmpfieng der-selben tröstliche Loßzehlung, in voller Andacht, und seinen Beicht-Vater, hörcte Er alsGOtt selber. Denn der will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehreund lebe. Worauff denn sein Geist und niedergeschlagenes Herst, wieder also aufge-richtet wurde, daß Er mit tausend Freuden und Thränen in seinen Augen, als Nargvesseiner Vergnügung, in wahren Glauben, und Zuversicht, zum Empfang der hochheiligenMahlzeit, sich anschickete, selbige in der grösten Ehrerbietung annahm, und allmählichsich zu seiner himmlischen vorhabenden Reise beqvemete. Und als nun diese Leib undSecl ersprießliche Handlung geendiget, und man das Lied: Ach HErr mich armenSünder w, (welches Ihr Hochwürden deutlich mit anstimmcten) zn singen an die Handnahm, und biß auf die Worte des letzten Verses: Ehr seh ins Himmels-Throne, mithohen Ruhm und Prciß zc, gekommen war, brauchte der Tod seine stärckestc Anfälle,welche aber unser Hochseel, Herr 8ub-8onior, mit unveränderter Standhafftigkeit ertrug,nur daß sich wohl dafür halten ließ, daß das Anschauen Seiner so Herst - geliebtenGemahlin, die stets um und neben Ihn war, Ihm etwas zn Hertzen gicng, wie nichtminder auch die in vollen Kummer und Thränen sitzende damahlige zwey FräuleinTöchter, hierzu Anlaß geben müssen, und als man wohl sähe, daß sein Leben zn Endegieng, rieff Ihn eine bewehrte und wohlversuchte Christinn, folgende Worte zu: Hierist der Kampfs und dort die Cron, Hier ist der Streit und dort der Lohn. So Ernoch, mit dem krässtigen Worte Ja beantwortete, sein Haupt ncigete, und unter denZurussen des holdsecligen Rahmens JEsn, bcy welchen Er noch aus herstlicher Rsve-rsnca nach sein Mützgen griff, das Vermögen aber nicht mehr hatte, solche abzuziehen,sein zeitliches Leben hochseelig beschloß, nachdem Er gelcbet öS. Jahr, 7, Monathe, 3. Tageund 10. Stunden. Edle Seele lebe wohl,

Vhne (ZZvaal, in GBttes ksänden,

Dein verblaßter Eörper soll,

Frey von allen Todes Bänden,

Aiinfftig, ewig droben haben,

Engel-Lust und bsiminels-Gaben. Ter