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Folge 3 (1880)
Entstehung
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Jahr, weniger einige Monathe gelebct, auch wehrender Zeit, mit 1t). Kindern, als6. Söhnen und 4. Töchtern, von GOtt gesegnet worden. Deren aber 5. nehmlich 3.Söhne und 2. Töchter dem Herrn Vater in der Sterbligkeit und bcy annoch sehrzarten Jahren zuvorgegangen: Die übrigen aber als erstlich Herr Albrccht Rudolphvon Eberstcin, Hochfurstl. Heßischer bestallter Hauptmann über eine OonixaZnie Dra-gouner. Zweytcns, Herr Wolfs Friderich von Eberstcin, Königlicher Preußischerbestallter Hauptmann über eine OompaAiüs Fnß-Volck. 3. Herr Otto Maximilinnnsvon Eberstcin, Königlich Preußischer bestallter Cammer-?NAö. 4. Frau HcdewigEulalia von Eberstcin, des Hochwohlgebohrncn Herrn, Herrn Ernst Albrccht vonGchofc», Hochsnrstl. Brannschweigischen wohlbestallten Disutsnunt von der Infanterieauf Jhstedt und Borckslcben Erb- und Gerichts-Herrn Frau Gemahlin. Und dennS. Fräulein Louise Eleonore von Eberstcin, sind annoch, durch GOttcs Gnade anLeben und beklagen Dero im Leben höchstgeliebten, nun aber hochsecligcn Herrn VatersHintritt, hier gegenwärtig mit hertzlich gemeinten Leidwesen.

Ferner nun auch, des Hochseeligen Herrn 8ud-8snioris Christenthum zu berühren,so ist sattsam bckant, daß Er eine ungefärbte Listsot jederzeit erwiesen, gegen GOtt,als den Er hertzlich geliebet, geehret über alle Schätze dieser Erden, kindlich gefürchtet,dessen heiliges Wort also in Werth gehalten, daß man so wohl in der öffentlichenKirchen, als in seinen privat Andachten über seine Devotion sich hat wundern müssen,denn in öffentlichen Gottesdienst hat Er jederzeit stehend oder kniend, obwohl zuletztes sein schwacher Leib nicht gerne permittiren wolte, in eiffcriger Andacht die Predigtgöttliches Worts angehöret. Zu Hause stund Er mit Bethen ansf, zog sich mit Bethenan, verrichtete seine Mahlzeiten und Geschäffte mit Bethen, kleidete sich in Bethenwieder aus und gicnz also, das Hertz stets zu GOtt hebend, wieder zu seiner Ruh,denn Er wüste, gvock Orotiu clavis Eosli fit, welches Ihm auch GOtt gnädig in derWarheit dargcthan. Den Beichtstuhl und das Heil. Sacrament des Altars hat Erjederzeit vor sein Viatieum, Trost und Wiederauffrichtung seines Gemiiths gehalten,wie Er denn solche fleißig besuchet, wohl wissend, daß Er auch nach Adams Fall indie Zahl der Sünder eingeschlossen sey, und ohne deren rechtschaffenen Gebrauch nichtGnade von GOtt erlangen könne.

Wie Er sich übrigens gegen seine Ncben-Menschen, und absonderlich gegen Arme,Kirchen und Schulen erwiesen, da solte man billig wenig von anführen, denn esliegen augenscheinliche Proben seiner milden Hand am Tage, so nimmer zugeschlossenwar, wann GOttes Ehre, Hülffe der Armen, und Errettung der Nothlcidcndcn, Ihmzu Gesichte kam, und wird man hin und wieder das Nachrühmen hören, daß Er,knrtz zu sagen, sein Hertz mit Armen und Bedrängten zu theilen, gerne eingewilligct;Wie nicht minder auch seine Unterthancn und Bediente, an Ihn einen solchen Herrnverlohren, dessen Verlust ihnen jederzeit zu Beseufftznng seines Ablebens, Anlaß gebenwird, indem Er mit ihnen Christlich, väterlich und gütig jederzeit gehandelt.

Aufs diesen wvhlgesührten Lebens-Wandel ist nun auch gefolget ein vortreff-liches Ende, denn ob zwar wohl der Hochseelige Herr von Ebcrstein, von mehr als8. Jahren her, sich nicht allzuwohl befunden, vielen Zufällen und Maladien lüdjoobgewesen, auch gar vor ungefchr 5. Jahren, durch einen scharffcn und schlimmen Fluß,des lincken Auges-Gebrauch gäutzlich verlohren, und sich stets mit vielen Plagen,Rücken-Beschwerden, und dergleichen schleppen müssen, so hat Er dennoch seinen liebenGOTT hicrinne gerne stille gehalten, die berühmteste Neckicos, als den nun auch seel.

Herrn