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bemercket, daß das Hebräische Grund-Wort, womit David die Sünden der Jugend be-schreibet, von sondcrbahrein Nachdruck sey, sintcinahl es fürucmlich bedeute, die inner-liche snndlichc Neigung, die uns von GOttes Wort und Wegen gar schnell abführenkan, je hitziger und feuriger die Jugend ist, je hitziger und feuriger sind auch solcheRcitzungcn, also daß osftmahlcn die kühne Jugend denensclbigen nicht weiß Wicdcr-stand zu thun, sondern wie von den schnell entstehenden Sturmwinden, ans deinMeer ein Schiff, das keinen erfahrnen Schiffmann und Ruder - Knechte hat, wegge-rissen wird, daß es sich nicht mehr will regieren, und in Ordnung bringen lassen, alsowird osftmahls die Jugend von ihren geschwinden und hitzigen Bewegungen undAsfecten, zu dieser und jener Sünde schnell hingerissen, ehe Sie sich dessen versieht.Da lassen sich die Kinder GOttes, die frischen und jungen Söhne der heiligenPatriarchen verleiten, daß sie in der ersten Hitze zu Weibern nehmen, welche siemotten, Gen. 6. da last sich die junge Dina des Jacobs und der Lea Tochter,durch die süssen Worte des schmeichelnden Sicchcms, dahin verleiten, dasjenigezu verlieren, was sie nimmer wieder haben tönte, Gen. 43. anderer Behspiele zugcschweigcn. Weil nun König David dergleichen Sünden seiner Jugend sich auchschuldig wüste, so bittet er GOTT sehnlich, daß er derselben als ein zorniger Richter,nicht gcdencken wolle, aber auch nicht seiner Nbertrettnng, das ist dererjenigen Sünden,die er in seinem Alter da er hätte klüger sollen wordcn sepn, mit Wissen und Willenwider seinen GOtt und HErrcn gethan habe, sintemahl das Hebräische Wort Dkseimiin sich schleust, alle äußerlich-begangene Sünden, da man sowohl das Gute muth-willig nnterläst, und das Böse freventlich begehet, und zwar mit Vorsatz und gepflo-genen Rath gleichsam rsbslliret, wie wir denn dis Wort im öten Psalm also erkläretfinden, wenn David spricht: Schuldige sie GOtt, daß sie fallen von ihrem Vor-nehmen, ftosse sie ans um ihrer grossen Ubcrtrcttnng willen, denn sie sind wider-spenstig, das ist, sie rsdsllircn in ihren Sünden wider dich. Solche Sünden warenDavids Ehebruch, den er begieng mit der Batseba. Davids Mord, da er deren Mannausf die Fleisch-Banck liefferte. Davids Hochmnth, da er sein Volck zehletc, sich ausfleischlichen Arm verließ, und in seinem Vertrauen ansf dem allmächtigen GOtt wanckte,und dergleichen mehr, das alles bittet er nun, da er zum Erkänntniß kömmt, seinenGOtt ab, und wie Lutherns schreibet, ll'om. V. ^.Itsnd. so ist es wohlgcthan, wennman seiner vorherbegangenen Sünden nicht vergist, sondern mit David saget: MeineSünde ist immer für mir, die Ursach ist, wenn wir der Sünde vergessen, so wird auchdie Gnade GOttes bey uns gering gehalten; zu dem dancken wir GOtt nicht, wennwir der Sünde vergessen, wenn wir aber GOtt nicht dancken, und im Buß-Gebet mitihm nicht reden, so werden wir sicher und sind verwegen, noch grössere Laster undSünden zu begehen: Darum sollen wir ja der gethanen Sünde gedencken, und zu GOttsagen, so und so Hab ich gelebt, das und das Hab ich gethan, darnach preise GOttdaß er ans deine Busse dir das alles vergebe, so wird die Gnade GOttes herrlich,und du bleibest in einer feinen Andacht, ja du wirst mit David sagen lernen:
Delicto, mos. ns insminsris:
Gedencke meiner Sünde nicht,lvcnd ab davon dein Angesicht.
Der gelehrte laindortus ließ über einen viereckten Stein, der aller Orten, woman ihn hinlegt, gewiß lieget, diese Worte schreiben:
Dnckigvs tirinus:
In Busse lieg ich fest, und bin auch fest gesetzt,
In GDttes Gütigkeit, die mich allzeit crgetzt. Welches