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Dslieta msa nö momiuoris:
Gedenke meiner Sünden nicht,lvend ab davon dein Angesicht.
Die Worte des Textes sind diese: HErr gedruckt nicht der Sünden meiner Jugendund meiner Ilbcrtrctlung, da merckcn wir gleich thcils ausf den HErrc», den er umdas nicht G edencken ersucht, theils aus die Sache, deren dieser HErr nicht gedenckcn soll.
Der HErr ist lebovab Obakackim Dominus mikerieorcliarum, der HErr derVnrmhrrhigkcitcn, der diese seine Eigenschafft gegen das gefallene menschliche Ge-schlecht hauptsächlich merckcn lassen, darinnc, daß er den Bußfertigen ihre Sünde ver-giebt, welches David allhier suchet, und mithin daß sein gnädiger GOtt als einstrenger Richter an seine Sünde nicht ferner gedencken wolle. Es ist der HERR, vonwelchen David Ps. 51. spricht: An dir allein Hab ich gcsiindigct, und übel für dirgethan, auf daß du Recht behaltest in deinem Worte, und rein bleibest, wenn dugerichtet wirst. Er setzet aber bald hinzu: Entsündige mich mit Jsopcn, daß ichrein werde, wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Es ist der HErr unser GOtt,bch welchen ist viel Vergebung. Esa. 55. Der HErr soll an Davids Sünde nichtgedencken, welcher von ihm in den 193. Psalm mit diesen Worten gepriesen wird:Lobe de» HErren meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Nahmen.Lobe den HErrn meine Seele, »nd vergiß nicht, was er dir gutes gethan hat,der dir alle deine Sünde vcrgicbt, und heilet alle deine Gebrechen. Der deinLeben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmhcrhigkcit.Der deinen Mund frölich machet, »nd dn wieder jung wirst, wie ein Adler.
Die Sache an welche GOtt der HErr nicht gedencken soll, ist die Sünde seinerJugend, und seine Übertreibung. Es ist zwar an dem wie LwAustinus in seinerDnarrations Dkaiinornm, über diesen Ort recht und wohl erinnert, daß GOtt un-wandelbahr ist, und man ihm weder von ihm sagen kan, daß er etwas gedcucke nochvergesse, jedoch aber so wird beydes von ihm in heiliger göttlicher Schrifft gelesen,und von ihm gesagt, daß er an etwas gcdencke, wenn er etwas sonderliches thut, daßer auch etwas vergesse, wenn er etwas zu thnn unterläst, wenn demnach David be-gehret : der HErr wolle nicht gedencken seiner Sünde, so bittet er, daß er wolle selbigenicht straffen und heimsuchen, vielmehr aus Gnaden vergeben, und ihme solche nichtentgelten lassen. Es verstehet aber David im Texte durch cbattot nsnrai, oder dieSünden der Jugend, nicht nur wie Dutb^mius will, die Erbsünde, darinne wir alleempfangen und gebohren werden, auch nicht nur, wie es die LextuaAinta gegeben:«/vmccx die Sünde der Unwissenheit, die man in kindlichen Jahren ausUnbesonnenheit und Unbedachtsamkeit begangen, fast wie etwa nach des LuxtorküiZeugniß, in seiner LzmaKvKa ckuckaiea, die Lehrer der Juden vorgeben, daß der Menschvor den 13ten Jahre nicht sündige, sondern erst nach denselbigen, da er allererst barmit?pba, ein Sohn der Gebote GOttcs werde, sondern alle und jede Sunden, dieer jemahlen in seiner Jugend begangen, wie denn der bekannte Varro die Kindheits-Jahre der Menschen gerechnet, von dem dritten biß ausfs 15te, die Jugend-Jahre abervom 15ten biß anffs 39te, wie denn auch das Hebräische Wort blsurim alle die Jahreder Jugend in sich fasset, die vor den männlichen Alter hcrgehn, und wann derMensch auch vor solcher Zeit schon in der Ehe lebte, dahero Salomo eines solchenMenschen sein Weib nennet, das Weib seiner Jngend, Prov. 5. seine Kinder dieSöhne seiner Jugend. Psalm 127. I). Geyer in seinen Dlaltsr-Oommenbario hat
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