— 169 —
Abdanckung.
Denn als Ksipto ^/resauus, unter welches Feld-Herrschest schier das gantze^./,-isa, und in selbigem die mächtige Stadt <7artb«yo unter der Römer Gewaltkommen, und also selbige Hcrrschafft fast aufs die höchste Staffel der Glückseeligkcitgcdien, die Schuld der Natur bezahlen müssen, so ist gedachter ületsKus in öffentlicheVcrsammelnng getreten, und mit betrübten Gesicht in diese Worte heraus gebrochen:, <?ouenrrtts etves, mcsut« urbts nostr« ersrsa sunt: Lauffet zu,und hänffet euch zusammen, Ihr Bürger, die Mauren unserer Stadt seynd umgefallen:Mit welchen Worten er so viel zu verstehen geben wollen, daß der Astxto gleichsamder Römer stärckeste Mauer und festestes Bollwcrck gewesen, weiln durch seine tapfereThaten, der Römische Staat, nicht allein mercklich vermehret, sondern auch darbcykräfftiglich iflousernti-st und erhalten worden; Weswegen denn auch desselben VerlustIhnen desto schmertzlicher gewesen. Wann dann nun aus angeführten sattsam erhellet,daß ein jedweder Staat nicht allein durch den Besitz verständiger Leute glückseelig zupreisen, sondern auch unter starcker beschirung tapferer Generalen und Krieges Obristenin sicherer und höchstvergnüglichcr Zufriedenheit bestehen könne; Jmmasscn bey einemStaat offt solche Veränderungen sich zu ereignen Pflegen, daß, was ein kluger IVestormit seinem Verstand nicht abzuwenden vermag, hernach ein großmüthigerucm mit seiner ^intborrtät zu schrecken, bald ein kühner und hitziger <?«e«ar daßFeuer in der Funcke zu Irschen, erfordert werde; So wird hcrgcgen jedweder billichbekennen müssen, daß deren Verlust und frühzeitiges Ableiben vor unglücklich zu achten,und deßwegen alle getreue ?atrtots« in schmertzlichste Traurigkeit gesctzet werden.
Wann wir die bißher gehabte Glücksecligkeit eines und des andern Staats cr-wcgen wollen, so werden wir gewisser als gewiß befinden, daß nebst Göttlicher Dtres-ttou, der Weyland Wohlgebohrne Herr, Herr Ernst Albrecht von Eberstein, Ritter,Chur-Fürstl. Durchl. zu Sachsen, Hochbestallter Geheimbter und Krieges-Rath, GeneralFeld-Marschall, Cammer-Herr, Obrister zu Roß und Fuß, auf GeHofen, Neuhauß undBreitungcn, Erb-Herr, und Inhaber der Gräflichen Manßfeldischen Aembter Leinnngenund Mornngen, etc. auch ein grosser Beförderer derselben mit gewesen: Denn nach-deme in Ihme war vollkommene Wissenschaft, was Krieg seh, was darzu gehöre, undwie er zu führen: Nachdeme beh Ihme auch rssMrete eine Männliche Hcrtzhafftigkeit,und hertzhaffte Mannheit oder Tapferkeit, dem Feinde in die Flancke zu gehen, undeine ungcschencte Stirn zu bieten: Nachdeme auch Vorsicht- und Behutsamkeit dasten^io und alle Gelegenheiten wohl zu beobachten, daß nicht das Verbrechen einesknrtzcn Augenblicks ein gantzcs Reich oder sonsten grosses Werck ümbkehrete oder auß-wurtzelte, wie von dein Spartanischen 9ttst«uu« gedencket,
bey Ihme eingekehret: Ja nach dem auch der Seel. Herr Feld-Marschall im stattlichenund aesttmnbten Ansehen und vcrlor bey Hohen und Niedrigen der Soldatsse« lebete,duch grosse Aufsichtigkeit gebrauchte, das Gute cttsotMn erhalten wurde, daß nichtdie müssigen Hände der Gewaffncten frevelten, ,me ?«ettus an einem Orte redet:Und welches das vortrefflichste, nachdem ihm das Glück, die vornehmste Gesellschasfterinhoher KricgsBedienten also /«vorittstrste, daß, was Er anschlug und fürnahm. Ihmwolgcricth, und von statten gieng: Mit einem Wort, nachdem bey Ihme alle Hratttätsnund Eigenschafften, welche von einem vornehmen General Kriegcs-Verständige Sort-beuten, als ^tutarobns, lum'us, tlnrtins, l^ao-tus, Anstom'ns, und aus diesen l^^zstnsund andere mehr erfordern, in grossem Überfluß anzutreffen gewesen, so können diebeydcn Hoch-Fürstl. Häuser Hessen, Cassel und Darmstadt nicht genugsam rühmen,wie glücklich bey vorigem Deutschen Kriege wieder Dero Feinde unter des Seel.Herrn Feld-Marschalls Beschirmung sie gelcbet. Daß Ertz-Hertzögliche Hanß Östereich,und aus demselben die damahls regierende Käyserl. Majest. Glorwürdigen Andenckens,war mit seinen tapfern HcldenThaten höchst vergnüget. Die Schwedischen <?s»eratessisttmtrtou seine Dienste sehr hoch.
Die bey vorigen Nordischen Kriege schon wanckende Cron Dcnncmarck wurdedurch seinen tapffcrn Degen kräfftiglich untcrgestützet: Denn die glücklich erhalteneIZataMs auf der Insul Fühnen, befreycte nicht allein die Königliche Residentz - StadtCoppenhagen, von der schwehren Belägerung, sondern brachte auch einen guten Frieden
zu