— 168 —
Abdancknng.
und unerträgliche Dicnstbarkcit zu verspüren, so ist vounöthen, daß mau solcher feind-seligen Gewalt zu Wider stehen, sich eines wohlgeiibtcn und tapfern Krieges Heersbediene. Gleich wie aber ein Leib ohne Seele nicht bestehen, ein Schiff oder Wagenohne Steuer oder Fuhrmann, nicht regiret werden kau, sondern dem ungeheurenLh/skoxs, so von seines einstigen Auges beraubet worden, verglichen wird, also
ist auch eine Armee ohne einen tapfern General: Denn wie schreibet: -?kn«
est M Anee, stnäm i'n totö ewei'citn.- »xsln» em'm D»m« ncksxeetn »M'te« ackver«nm/oi'tmta,-s/oner» «okent: An einen guten General fest mehr, als an einen starckcnund numerosen Krieges - Heer gelegen: Massen durch desselben gute Qmckult undGegenwart best ereignenden wicdrigen Fällen, die Soldaten eneonrnAiret und inguten Zustand wiederum gebracht werden können. Solches kam jener RömischenArmee wohl zu statten, als sie wider die Tonischen in ikZatagk!» stund, und wegenihrer Menge und erschrecklichen Ansehen, fast allen Muth wolle sinckcn lassen, allcineihres tapfferen Feld-Herrn, des <?«««,n« Gegenwart, und stattliche Oratwn er-mannete sie so sehr, daß sie als eine wohl angelegte Partest stunden, und dadurchden Sieg erhielten. Hergcgcn empfunden es mit grossen Schaden wohl die Spar-taner, als sie wieder den damahls in Persischen Krieges-Dicnstcn gehaltenen General,den unvergleichlichen damonem zu Felde zogen, da sie denn von dem ^.1?Az/MschenKönige Hsrei/nione zwar mit genügsamen Volck, aber mit keinen General waren ver-sehen worden, bis sie endlich Ihren König, den darzu vermochten. Durchwen seynd des grossen ^lowancker« Siege an meisten befördert worden, als eben durchdessen alten General den ^armenÄne»! ? Von welchem Onrti'n« also meldet: multa«M« ÄeAe Imosxere, Äea: «ine »W mnAna rel As««erat, daß er viel glücklicherThaten ohne seinen König gcthan, sein König aber nicht die geringste ohne Ihm ver-richtet. Der kluge IVestor kuntc in der Belagerung der Stadt die GriechischenSoldaten zwar wohl zur Tapfferkeit anmahnen, alleine, als die ZVgsaner die Griechenfast auf die algemeine Flucht zubringen bcgunten, so vermochte niemand solche ver-hindern, als der Großmüthigc ^to/Ms«, so gar, daß er nicht alleine die Griechen,vorigen Fehler hinwiederum zu verbessern, wohl anführete, sondern auch die ZVqsanei-ans dem Felde schlug, und sie zwischen Ihren Mauren also enge einschloß, daß sienicht cinmahl Ihren vornchmbsten Feld-Obristcn denn Ileotoi'SM so von dem Ue/Msüberwunden und nieder gemachet worden, zu «eenncklren sich unterfangen durfften.
Mit einem Worte, tapfere und verständige Gencrales und Krieges-Leute, sindein herrlicher und köstlicher LandcsSchast, und Schustfeste, auf welchen das Vater-Land, die die Freyheit, die Bürger, ja Könige und Fürsten selbsten sicher
stehen, und ruhen können.
Gleich Wie aber in dieser Welt nichts beständiges zu finden, sondern alle Dingeder abwechselnden Veränderung untcrworffcn find, und auf gehabte Glückseligkeit dieherben Unklücks-Windc einzustürmen Pflegen, also ergehet es auch einem Staat, daß,nachdenic selbiger durch Besitzung tapferer Generalen, auf dem höchsten Gipfel derGlückseligkeit gestiegen, durch dercrsclben Beraubung in die tiefeste Unglücks Pfützegestürtzet, oder zum wenigsten nach gehabter Freude in schmertzhasftes Tranrcn ver-setzet werden kau. Einen solchen schweren und beseufzlichen Verlust nun, pfleget zuerwecken das frühezeitige Ablciben, eines sothanen tapfcrn Hcldens. Denn was hatden Untergang der Stadt am meisten zu Wege gebracht, als der Todt des be-
rühmten Aeetmn's? Davon jener l'oet also singet: enm Ileetors mit
deni IZeetore ist auch gestorben, und Untergängen.
Sölten wir die lllwbaner, mit welchen die ^aoeckosmoni'si- einen hefftigcn Kriegführetcn, hierüber befragen, so würden sie ebenfalls dieser Meynnng gewißlich mitbcstpflichten: Denn als gedachte ?üsbanor denen eine Schlacht liefer-
ten, und in solcher Ihren tapfern General den Z/Mmlnoncknm einbüseten, so meldet^nd-tinns, das durch dessen eintzigcn Verlust Ihres gantzen Staats-Kräffte vcrlohrengangen, und es geschienen, als wären sie nebt Ihme alle nieder gemachet worden,da doch der Sieg auf Ihrer Seite blieben. Jener edle Römer LMeKn« Maeeckon»'-cn« zeiget uns gleichfalls auch, wie schmertzlich der Verlust tapferer Leute zu empfinden:
Denn