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Folge 3 (1880)
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Lebens - Laufs.

sey, bekennet, sich, daß Christus für seine Sünde gnugsani gcbüsset, getröstet, durchschon besagten seinen Prediger unter andern Sterb-Liedern, welche Er alle selbst ange-fangen, daß, wenn mein Stündlein verhandcn ist, und Ich soll fahren meine Strasse,So auch das Lied Christus ist mein Leben, w. und sonderlich aus demselben einenVers. Wenn meine Augen brechen, mein Athcm gehet schwer aus, etc. in hertzlicherAndacht zu fünff mahlen gesungen und singen auch durch seinen Leerstariuin dasMorgcnGebeth und andere Geistreiche Psalm und Empfehlung zu Gott vorlesen lassen,ist Er so bald drauf ohne einiges Zucken Todes Angst und Weh in Gott seinemHErrn seelig und sanfft eingeschlossen, und seiner Almacht seine mit Christi Bluthbesprengte und tcur erkauffte Seele zu treuen Händen, da Er zuvor vor etzlichenJahren als ein treuer Vater, so für seiner Lieben Ihm von Gott bescherten Kinder,Aufferziehung hertzliche und grosse Sorge getragen, seiner Verlassenschafft Haab undGüter halber und wie es nach seinem seeligen Ableiben unter seinen Kindern gehaltenwerden solte, xsr äitxol'iticmsm xatsrnam auch ein kräfftiges roktamsvt, Verordnunggethan, geliefert, den Neu Junii zwischen 7. und 8. Uhren dieses itzlauffenden 1676stenJahrs, seines Alters 71 Jahr 3. Tage und S. Stunden.

Nun (Geliebte in Christo JEsu.) Also hat dann nun, der Hochselige HerrGeneralFeld-Marschall, Herr Ernst Albrecht von Eberstcin, etc. die Krafft und denNachdruck des theuren Eydes Gottes empfunden, und in der That gefunden. Dennseine, mit dem Hochthenrcn Blute JEsu CHristi, in empfangener seiner heiligen Tauffe,von allen seinen Sünden rein abgewaschen, und mit der vollkommenen GerechtigkeitJEsu Christi eingekleidete, und, wie eine schöne Braut geschmückte Seele, ist in GOTTESHand, in der Hand des HERRN HERRN, Hui vivit, gui vivit von Ewigkeit zuEwigkeit. Lr^o, so lebet sie daselbst, und, weil für GOTT Freude

die Fülle, und liebliches Wesen ist, zu seiner Rechten, immer und ewiglich, so ist Ihrnun aussprechlich wol; Sein Leib aber ligt und schläfst gantz mit Frieden, in demSchoos; der Erden, welche unser aller Mutter ist, darin er gleich itz, als sein Schlaff-Kämmerlcin cingcscncket werden wird, in Hoffnung der zukünfstigen frölichen Auffer-stehung welcher sich, dieser viel und offt Christseliggemeldete Herr, in seinem zuletztmühescligen, gantz baufälligem, kräncklichem, Leben mit dem Crcutz-Trägcr Hiob zu-getröstcn, und damit sein bittcrs Creutz, Schmertzen und Leiden offt zuvcrzuckern Pflegete,sagend und sprechend: Ich weiß daS mein Erlöser lebet, Vivit, Vivit, Er lebet. Erlebet! Welcher bcy dem Propheten Ezechiel spricht: So wahr als ich lebe. Vnd Erwird mich hernach nuß der Erden nuffcrwcckeii, und werde darnach mit diesermeiner Haut umbgebcn werden, und werde in meinem Fleische Gott sehen, den-selben werde ich mir sehen, und meine Angcn werden ihn schauen, und keinFrembdcr. Und wie kan dann diesem Hochseligem Herrn von Eberstein, bey solchseiner, mit allen Seligen, in unfehlbarer Hoffnung, der zukünfstigen frölichen Wieder-Vereinigung Leibes und der Seelen, in seinem Grabs-Kämmerlein haltenden sichernRuhe, anders als wohl, ja recht recht wohl sein? Derowcgcn wir Ihme dann auchseiner allerseligsten Seelen nach, welche in Gottes Allmächtigen Hand ist, da sie keineQvaal anrühret, dieß Trinmpff Lied der Christlichen Kirchen, anstimmen und singenund sagen: <Lr hat nun überwunden,

Lreutz Leiden, Angst und Noth,

Durch (Lhristi heilige Wunden,

Ist er versöhnt mit GBtt. zzM