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Folge 3 (1880)
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Lebens - Laufs.

genommen, daß man mit Warheit von Ihm hat sagen können, Er seh gewesen einrechter Liebhaber der reinen UoliZion und Gottes Worts, darinnen Er auch, sovielEr von seinen Mühewaltungen abbrechen können, fast Tag und Nacht zu suchen undzu forscken eine grosse Lust gehabt, auch seine Bücher und Bibel, welche mit vielennotis an unterschiedenen Orten gezeichnet ein gnugsahmes Zeugnis geben, daß Hausdes HErrn hat Er nicmahlen mit willen unbcsucht gelassen, auch seine unterhabendeOfficircr und gemeine Knechte, darzu mit allen Fleiß angewiesen, die heiligen Sacra-menta mit hertzlichen Verlangen und grosser Andacht gebrauchet, fast stets der Erstein der Kirche und der letzte herausser gewesen, wie Er zu Gott so in der Kirchen alsim Hausse, weil solches sein bestes Rath-Haus und Rüstkammer, ja die bestenWaffen, damit Er sich seiner Seelen Feinde erwehren können, gebetet, in Trübsal,Kranckheit, Arbeit, Sorge, Kummer und Dürfstigkeit, daran es Ihme von Jugendan bis auf die Stunde seines Todes nicht ermangelt, getröstet, daran werden alleGeistliche so auch seine Diener, so umb Ihn gewesen, gesichertes Zeugnis ablegen.Was Er bey Kirchen und Schulen weit und breit, da er bekant gewesen, gethan, wieEr die Pfawer und Kirchen-Diener an ein und andern Orten mit Christlicher Mildeseinem Vermögen nach angesehen, darvon gehet sein Ruhm durch die Welt weit undbreit, sein Haus war von Morgen bis in die Nacht, sowol durch gehaltene öffentlicheBethstundcn und privat Gebeth, wohl versorget, wie Er denn offt gesagct. Er wüstegewis, ob Er gleich ein grosser Sünder wäre, würde doch der Allerhöchste Gott, Ihnund die lieben Seinigen niemals in dem wahren Vertrauen zu seiner Almacht fallenund hülfloß lassen, was Er sowol allster zu Gehofcn als sonsten hin und wieder anseinen Unterthancn gethan, wie Er für sie Väterlich gcsorgct bey vielen gefehrlichenZeiten, und Durch-Marchcn sie geschähet, davon geben Ihre mit Trähncn fast er-füllte Augen, indem Sie Ihm von sich aus dieser Welt geschieden sehen, nicht einegeringe tssmoiAnaZs.

Seine Kranckheit und secliges Absterben belangcnt, hat Er Einige Jahr hcrosich betz sehr baufälliger Gesundheit befunden, dargegen aber allerhand grosse undkostbare Asäicamsnta gebrauchet, und ob solche wol nichts rechtes fruchten wollen, hatEr, doch dem Höchsten in Gednlt (weil Ihme betonst, daß man durch Trübsaal undLeiden, in das Reich Gottes eingehen müste) stille gehalten, sich gar öffters, auchgar kurtz vor seinem Ende mit dem H. Sacrament des Leibes und Blnths JESUChristi zu Neuhaus auf seinem vor kürtzen neu-erbauten Guthe versorgen lassen, undob Er sich wohl einige Wochen vor seinen seeligen Ende über die Gewohnheit vonctzlichen Jahren her wohl befunden, so hat jedoch in der auf dcn s. Junii^nni eurroutis,gefolgte Nacht unser Seelige Herr GeneralFeld-Marschall sein Creutz und Leiden wohlgespüret, dahero auch seinen Haus-Prediger Herrn Johann Sigmund Zeidlern, nebstseinem Nockioo Herr Doctor Jacob Cuneo zu sich fordern lassen, abermals kostbahreund diensahme Neäleainsnta gebrauchet, bis gegen den Motgen, mit denen bet) Ihmanwesenden andächtig und hertzlich geseüfzet und gebetet, seinem Gott mit wahrenHertzens Buß-Trähnen, seine Seele befohlen, gegen 6 Uhr hat sich der grosse Schmertzund Angst geleget, da Er sich denn auf sein Bette sitzend, weil Er in mehr alsanderthalb Jahren liegend nicht ruhen können, begeben, unterschiedene mahleseinem stätigen Gebrauch nach mit deutlichen Worten, daß Er ein grosser Sünder

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