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Folge 3 (1880)
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Ein Geistliches

bessern, weil er noch sündigen kann. Er soll nicht verziehen fromm zu werden, undnicht harren mit Besserung seines Lebens, bis in den Tod, sondern soll da er Gottdienen Wik es ihme lassen einen Ernst seh, auf daß er Gott nicht versuche, und sollgedenckcn, an den Zorn, der am Ende kommen wird und an die Rache, wenn er davoni?z/rac/i. muß. Ja wol verlaß dich nicht, lieber Mensch, auf deinen Reichthum, und denckc nichtXIV. ich habe genug für mich. Folge deinem Muthwillen nicht ob du es gleich vermagst,und thue n^cht was dich gelüstet. Und dencke nicht, wer will mirs wehren? Der derHErr der Oberste Rächer wirds rächen. Dencke nicht, ich habe wol mehr gesündiget,und ist mir nichts böses wicderfahrcn. Denn der HErr ist wol gedultig; Aber erwird dich nicht ungcstrafft lassen. Und seh nicht sicher, ob deine Sünde noch nichtgestrafft ist, daß du darum für und für sündigen wollest. Dencke auch nicht Gott istsehr Barmhertzig, er wird mich nicht straffen, ich sündige, wie viel ich will. Er kaubalde, also zornig werden, als gnädig er ist, und sein Zorn über die Gottlosen hatkein auffhören. Darum verzeuch nicht dich zum HErrn zu bekehren, und schieb esnicht von einem Tage auf den andern, denn sein Zorn kömbt plötzlich, und wirdsrächen, und dich verderben: Ermahnet und warnet über das alles noch, der Zucht undHauß-Lehrcr Sprach, im V. Capitel. Und zwar endlich dann auch, wol allen dienach dieser Regel einher gehen, über die seh Friede, und Barmhertzigkeit. Wünschenwir niit Paulo an die Galater, am VI.

Und denn endlich auch: Vluae «xsl eorroboratlone.

Ans Befestigung einer lebendigen Hoffnung, welche »ns nicht zu schändenwerden lcsset, Äom, V.

Denn (Meine Lieben in C. I.) eben hierum hat Gott, über seine Verheißungnoch einen Ehd darzu gethan, ans das wir durch zwcy Stücke die nicht wancken, (dennes ist unmöglich das Gott lüge) einen starcken Trost haben, und halten, an der ange-botenen Hoffnung, als an einem sichern und festem Anckcr unser Seele. Nun wissendie Seefahrer, wozu der Ancker im Schiffe, nötig ist, denn sie werden vermittelst dem-selben zur Zeit des Sturms, für Schiffbruch erhalten; Welche aber den nicht haben,die müssen verderben und umbkommcn: Also werden erhalten auf dem ungestühmenWelt-Meere, welche den Ancker gläubiger beständiger Hoffnung, in dem Schifflein ihresT. ?lm: I. Hertzens haben; Die aber solchem nicht haben, leiden Schiffbruch an ihrer SeelenSeligkeit.

Äsbr: VI. Und demnach auch S. Paulus außdrücklich, von einem jedwedem Christen fvdertII. und haben will, daß er denselben Fleiß beweisen soll, die Hoffnung fest zu hallen,bis ans Ende, daß sie nicht wanckel werden, sondern Nachfolger derc, die durch denGlauben und Gcdult ererben die Seligkeit. Und, wie auch die Exempel so vielerBußfertigen und Gläubigen, und dadurch nun auch für Gott gerechtfertigten Sünderfür uns haben: König Davids, Manasses, des bekehrten Schcchers, Mariä Magdalenen,des Zölners, Petri Pauli, des verlohrncn Sohnes, und unzehlich vieler andern auchnach denen allen, unsers Hochsel. Herrn General Feld-Marschalls selbst. Eh so lassetuns denn nun auch solches festen Anckers unserer Seelen gebrauchen, und ans denthcuren Ehd Gottes, nemlich: Das er gesagt hat: Vivo «Ao, noto mortem Meeatoms.Warlich, warlich, ich sage euch, wer mein Wort höret und glänbct dem der michgcsand hat, der hat das ewige Leben, und kömbt nicht in das Gerichte, sonderner ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen, etc. unß gründen:

1. In