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Uonuinsnt oder Grabmalfl.
Glauben, flammende, und gleich über sich zu Gott steigende Seuftzcr: Dein Heyl, solchdein Göttl, Hehl, ja mir, und allen Gläubigen versprochen, und von mir gläubig ge-suchte auch von, und durch meinen JEsum, so theur erworbene gnädige Hülffe, wollestnmir zeigen, oder mich schauen und sehen lassen, und mich also ewig gerecht, undselig machen,
lind diß wcre dann also, die Erste, U^ramis, unsers Ebersteinischen Monuments,oder, der eigentliche und gesunde Verstand, der Worte unsers Leichen-Textes, Darauffwir uns also fort auch an die Andere, oder zweifle machen, und das andere Haubt-stück unserer Predigt znhandeln gleichfalls vornehmen, welches ist:
Das eigentlich nachgcahmcte Vorbild, eines Sündigen, aber Bußfertigen, »ndaus lauter Gnaden, dnrch den Glauben allein gerechtfertigten Menschen für Gott.
Worbcy aber Euer Liebe ausser allem Zweisfel unter begierigem Verlangendencken werden: Welch' aber ist denn diesclbige Lopia, nnd woher ist sie genommen?Up. Hergenommen ist sie aus der Kunst-Kammer Gottes des H, Geistes, oder aus heil.Göttlicher Schläfst, und zwar nach dem Leben gestelltem lüontratset, des KönigesDavids, in nachfolgenden Uigurcn und Gebchrden, als:
1. Erscheinet da nnd prsflentiret sich auf der einen feiten ein Mann, in einem gantz
geringem Habit, mit gantz traurigen Gebehrden.
2. Krumb nnd sehr gebückt, auch gantz verdorrt und mager.
3. Uber seinem Haupte schwebet eine sehr starckc Hand, mit einer Wolckcn bekleidet,
einen Zentner Blcy haltend, mit dieser Ubcrschrifst: Kraus« res et oneroza ^>ee-eatum, xiumbo omnt onerosius, das ist, die Sünde ist ein sehr schweres Ding,schwerer als alles Metz, hat ja wol sonder allem Zweifsel nicht von hören sagen,sondern aus eigener Erfahrung gesagt: Kfli'z/sostomn«, Äomil. UXXXVII. e. LZ.
4. Auf seinem Rücken trägt er eine Last von solcher Grösse nnd schwere, daß er damit
gantz bis über sein Haupt bedeckt nnd nieder nach der Erden gedrückt wird,
5. Mit gerungenen gewundenen Händen, und dieser überschrifft Du bist ein Mann
des Todes. Ilriam den Hethiter hastn erschlagen mit dem Schwcrd, sein Weibhastu dir zum Weibe genommen; Ihn aber hastn erwürgt, mit dem Schwerd derKinder Ammvn. Nun so soll von deinem Hause das Schwerd nicht lassen ewiglich.L. La»». XII. 9, 19.
Und auch dieser Unterschrifft: HErr straff mich nicht in deinem Zorn, nnd züch-tige mich nicht in deinem Grimm. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Handdrücket mich. Es ist nichts gesundes an meinem Leibe, für deinem dräuen, und istkein Friede in meinen Gebeinen für meiner Sünde. Denn meine Sünde gehen übermein Hänpt, wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer worden. Meine Wundenstinckcn und eytern für meiner Thorhcit. Ich gehe krumb und sehr gebückt, dengantzen Tag gehe ich traurig. Denn meine Lenden verdorren gantz, und ist nichtsgesundes an meinem Leibe. Es ist mit mir gar anders, und bin sehr zustosscn Ichheule für Unruh incines Hertzens.
6. Für ihm stehet ein Mann in eines Priesters Gestalt, ein offenes grosses Buch,anff seinem Linckcn Arme haltend, darauff mit sehr grossen güldenen Buchstaben ge-schrieben: JEsus Messias, anff welche Schrifft derselbige mit dem Zeig-Finger seinerrechten Hand zeiget, und solche, unter diesen Worten: Sihe das ist Gottes Lnmb,
Weichs