— 140 —
Ein Geistliches
77ebr. 9> und also nichts mehr für ihm hat hinfort, als den Natürlichen Tod, und darnach das27. Gericht, loßdrückt und demsclbigem diese höchstvcrderbliche Improllion zu machentrachtet gleichsam als wenn es seiner grossen und unzehlichen Sünden halber ohner-achtct das es, mit dem verlohrnem Sohne durch Göttliche Verleihung mitten aufs demWege seiner Bekehrung schon begriffen ist, und, mit dem bußfertigen Zölner und andernmehr, nmb gnädige Vergebung seiner Sünden, in JEsu Christi Nahmen des cintzigcnMittlers und Gnadenthrons, (aus welches Fülle wir alle genommen haben, GnadeToünn. I. nmb Gnade) bittet. Bey GOtt dem HErrn, dennoch also verhasset wcre, daß ihmcdersclbige auch die Gnade seiner Bekehrung, eben so wenig, als dem Unbnßfertigcmund den Reichthnm Göttlicher Güte verachtendem, auch daher vcrlohrnen und vcr-dammetem Kinde dem Verräther ImZgz verleihen, sondern es mit denen verstoßenenEngeln, die ihr Fürstenthnm verlassen, nndallen Unbckehretcn, zum Gericht des grossenTages, und ewigem Tode, behalten werden, welches aber gantz falsch und eine rechte77t 77 II LainsLügcn ist, weill GOttes theurcr Eyd, viel ein anders besagt, und die Heil.^ ^ Schrifft anderweit auch, 4it: II. außdrücklich also lehret: Es ist erschienen die heil-snhme Gnade GOttes allen Menschen, und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnendnS »»göttliche Wesen nnd die Weltlichen Lüfte, nnd züchtig, gerecht nnd Gott-selig leben in dieser Welt, nnd warte» anff die selige Hoffnung und Erscheinung,der Herrlichkeit des grosse» GOttes, und unscrs Hcylandcs JEsn Christi, der sichselbst für uns gegeben hat, anff daß er uns crlösctc von aller Vngcrcchtigkcit,und reiniget ihm selbst ein Volck zum Eigenthum, das fleißig werc zu guten Wcrckcn.Das also frcylich, solche obgcnante dreh Worte: Verlohrcn seg», Ins Gericht kommen,den Tod ewig schmecken. Die aller groß gransamsten TenffelsLarven, nnd Schreck-bildcr sind, welche, ohn wahre Büß und Vergebung der Sünden, einen gar bald zurBerzweiffelung bringen, deme sie in ihrer eigenen Gestalt unter Augen leuchten solten.Von welcher Schatten doch nur, (alsowcit sie, GOtt nach seiner Treue, nach welcher7. Cor. X. er niemanden über sein Vermögen versuchet werden lesset, demselben hat wollen sehen13. lassen) uns König David, ein Liedlein zu singen weiß. Höret demnach was er imXVIII. und 0XVI. Psalmen, davon meldet: Denn also spricht er: Es umfingen michdes Todes Bande, nnd die Bache Bclinl crschrvcktcn mich. Der Höllen Bandenmbfingcn mich, nnd des Todes Strick nbcrweltiget mich. Stricke des Todeshatten mich umbfangcn, Angst der Höllen hatte mich troffen, Ich kam in Jamcrnnd Roth; Aber ich ricff an den Nahmen dcS HErrn: O HERR errette meineSeele. Judas aber der llcrruchte Vcrräther seines HErrn, dcßgleichen Uranoilens äsLpira, und I,atomus die abtrünnige Mammelncken und Feinde der EvangelischenWarheit, haben solche Schreckbilder, weill sie GOtt die lebendige Trost-Qvelle mnth-willig verlassen, und die Zeit ihrer Heimsnchung nicht haben erkennen wollen, in ihrereigenen Gestalt gesehen, nnd sind darüber verzweiffelt, und ewig verdammet undverlohren worden: Denn solche Larven, sind der Tod nnd die Hölle selbst, und der-selben Macht und Gewalt.
Allein, wieder solche des Teuffels Gewalt, nnd Todes Gestalt, und alle daraus;entstehende Furcht, Schrecken, Angst und Roth, (so die Bcrdammeten, als ein ab-scheulicher Wurm ewiglich fressen, nagen nnd beißen wird) hat der Hochsel. (Zoneraivon Eberstein, seinen Gesang und Leichen-Text gerichtet, und dringet in demselben
aufs