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Zlonnmont oder Grabmahl.dem ewigem Tode erlöset Hot, als er, als unser Bürge für den strengen Richter-StuhlGOttes mit Gewalt gerissen, mit dem ewigen Tode gerungen, und durch seinen Toddemselben alle seine Macht und Gewalt genommen ewiglich bleibt und ein unver-gänglich Priesterthum hat, daher er auch seligmachen kan immerdar die durch ihn zuGOtt kommen, und lebet immerdar, und bittet für sie.
Denn einen solchen Hohenpriester sollen wir haben, der da were heilig, unschul-dig, unbefleckt, von Sündern abgesondert, und höher denn der Himmel ist. Dem nichttäglich Roth were, wie jenem Hohen-Priester, zu erst für eigene Sünde Opsfer zuthun, darnach für des Volcks Sünde, denn das hat er gethan, einmal da er sich selbstopfferte. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohen - Priestern, die da Schwachheithaben, das Wort aber des Eydes, das nach dem Gesetze gesagt ist, setzt den Sohnewig und Vollkommen. Helm: VlI. 24. I'egg. Das er beydes sprechen und sagen I?see/t:kan: So wahr als ich lebe. Und: Ich lebe, und ihr sollt auch leben. XXXII/.
Und nun (meine Liebsten in Christo JEsn) wer woltc denn nicht über alle dem, XIIIwas wir bcy deni thenrcm Eyde GOttes, in Gottesfurcht erwogen haben mit demKönige und Propheten David, aus gläubiger Verwunderung sagen: HErr, was ist derMensch, daß du dich sein annimmst, und dcß Menschen Kind daß du ihn so achtest?
Ist doch der Mensch wie nichts, seine Zeit fähret dahin wie ein Schatte. Oder mitdem altem Kirchen-Lehrer 1'ertnUiano: O bsatos nos, gvorum oaulä Dens jurat; IsrtuU:!,.O Zlilerus nos, Ii jnranti I)eo non ersckimu», O wie selige Leute sind wir, umb ckel'oew:welcher willen die Hohe Göttliche Majestät so thener schwerst: O wie unselige Leute ^.48.wercn wir hingegen, wenn wir dem schwcrendem Gotte, in seinem warhafftigen Worte,nicht trauen oder gläubcn Woltem Und dann endlich, die Erklärung dcssclbigen mitdiesen des Heil. Ilieronz-mi Lsntcmk schließen: lecieco jnrat OIIus, nt Ii non crecli-mns voo pruinittenti, kaltem oreäamns juranti, dieser Ursachen halber schwcrct GOttder HErr, daß so wir ic nicht glänben wollen GOtt dem HErrn der da verheißt undzusagt, daß wir doch dem nur glänben sollen, der also thener schwerct. Ey dennochwie wahr geredet, welch' ein Eydlichcs Versprechen! Und wie wol doch auch gcglanbet:
Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Vbcrtrctnng bekennen, da vergäbest» mirdie Misscthat meiner Sünden Scla: Mir ist Barmhcrüigkcit wicdcrsahrcn: Ichsoll nicht sein vcrlvhrcn: Ich soll nicht kommen ins Gericht und den Tod ewigschmecken nicht.
Hierauff kommen wir also nun ferner ordentlich anff die oben gedachte drehOommata nnsers Ebcrsteinischcn Leichen-Textes, in welchem uns diese nachfolgende Ovn-strnirctc Worre, ncmblich nach der Ordnung das: V: Vcrlohreu sehn. Das VI. InsGericht kommen. Das VII. Den Tvd ewig schmecken auffstosscn, die wir aber, zuVerhütung Weitläufftigkeit, ohne lÄMiolox-i nur Summarisch betrachten, und zwaralso beschaffen befinden, daß sie eben alle dreh die rechte Mord-Pfeile sind, des abge-sagten Feindes unserer Seligkeit, und alles Evangelischen Trostes: Des TeusfclS, welcheer, weit und viel fertiger; als des Türckcn seine Leib-Schützen, ihre Pfeile, anff seinemSatanischem Bogen oder Armbrust, zugleich zum Schusse bereit helt, und beh alleriedwcdcr Gelegenheit, sonderlich aber ausf ein Hertz und Gewissen, welches durch mengeseiner Sünden, und reifflich erwogenen gerechtem Zorn Gottes Wider dicselbigc, inder allergrössesten Bekümmernüß, und darzu ausf seiner letzten Reysefarth begriffen ist,